Brigitte Ratzer im Porträt

14. März 2007, 13:49
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Die Chemikerin gab ihre wissenschaftliche Karriere auf, um Forscherinnen an der TU Wien zu fördern

"Dass Frauen Kinder haben können, war sicher eine Zeit lang ein blinder Fleck im Feminismus", sagt Brigitte Ratzer, studierte Chemikerin und Leiterin der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender-Studies an der TU Wien.

Ratzer ist seit drei Jahren selbst Mutter - was mit ein Grund war, die Unsicherheiten einer wissenschaftlichen Laufbahn inklusive 60-Stunden-Woche zugunsten einer unbefristeten und geregelten Anstellung einzutauschen.

Prägend für die heute 40-Jährige waren die Erfahrungen rund um Hainburg: Ratzer wollte mit ihrer Forschung zum Umweltschutz beitragen, forschte später über die Verhältnisse von Technik und Gesellschaft und gab eine Zeitschrift für feministische Naturwissenschaft und Technik heraus.

Nach Jahren der Theorie ist sie seit gut zwei Jahren in der Praxis tätig. Und die erweist sich mitunter als widerständig: Ihr Hauptprojekt, ein Kindergarten für die TU Wien, harrt nach wie vor der Realisierung. (Klaus Taschwer/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8. 3. 2007)

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