Darling in Not

14. März 2007, 15:10
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Australiens längster Fluss hat bereits die Hälfte seines Wassers verloren - Rekord-Dürre und schlechtes Wassermanagement als Ursachen

Sydney - Der längste Fluss Australiens, Darling mit Namen, hat einer Studie zufolge 50 Prozent seines Wassers verloren. Ursache seien die anhaltende Dürre sowie jahrzehntelanges schlechtes Wassermanagement, hieß es in einem am Mittwoch von der Murray-Darling-Bassin-Kommission vorgelegten Bericht.

Es sei zu befürchten, dass der 2739 Kilometer lange Fluss wegen des Klimawandels weiter austrockne und bis 2030 noch 20 Prozent Wasser verliere. Der Zufluss zum zweitgrößten Fluss Murray habe sich etwa halbiert, heißt es in dem Bericht weiter. Zudem gebe es nicht mehr so häufig Überschwemmungen wie bisher.

Australien leidet unter der schlimmsten Dürre der vergangenen 100 Jahre. 2006 fielen die Ernteerträge wegen der Trockenheit um etwa 60 Prozent. Ministerpräsident John Howard hatte im Jänner einen Aktionsplan vorgelegt, um ein weiteres Austrocknen der Flüsse abzuwenden. Allein 3,5 Milliarden Euro sind in dem Zehn-Jahres-Plan vorgesehen, um die Bewässerungskanäle entlang des fast 700.000 Quadratkilometer großen Murray-Darling-Beckens zu reparieren. (APA/Reuters)

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