KiK: Gewerkschaft mit neuen Vorwürfen

13. April 2007, 11:19
27 Postings

GPA: Für rund 1.200 KiK-Beschäftigten stehen in ganz Österreich lediglich 5 Wahllokale zur Verfügung

Wien - Im Arbeitskonflikt beim Textildiskonter KiK um eine erstmalige Betriebsratswahl in Österreich erhebt nun die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) neue Vorwürfe. Demnach erschwere der KiK-Wahlvorstand die Ausübung des Wahlrechts, da der Antrag der Wahlliste "Wir sind KiK" mit dem - ohne Angabe von Gründen - fristlos entlassenen Andreas Fillei an der Spitze auf eine flächendeckende Ausstellung von Wahlkarten abgelehnt wurde.

Fünf Wahllokale

"Die Beschäftigten mussten individuelle Anträge stellen, viele Beschäftigte hatten von dieser Möglichkeit aber gar keine Kenntnis, es wurden nur 660 Wahlkarten ausgestellt. Für den Rest der rund 1.200 KiK-Beschäftigten stehen in ganz Österreich lediglich 5 Wahllokale zur Verfügung", so die GPA am Mittwoch in einer Aussendung. Fillei darf auf Grund einer einstweiligen Verfügung bei der Betriebsratswahl kandidieren, ein von KiK ausgesprochenes Hausverbot wurde durch ein Gerichtsurteil aufgehoben. Von KiK war kurzfristig keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Gewerkschaft betonte, dass sie "ganz genau beobachten wird, ob die Beschäftigten während der Dienstzeit die Möglichkeit zur Stimmabgabe haben und ob es ausreichende Transportmöglichkeiten zu den Wahllokalen gibt". Die Betriebsratswahl findet vom 13.-15. März statt, mit einem Ergebnis ist nach Auszählung der Wahlkartenstimmen am 22. März zu rechnen, so die GPA. (APA)

  • Artikelbild
    foto: standard/corn
Share if you care.