Welttag der Niere

8. März 2007, 12:53
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Chronische Leiden stehen im Mittelpunkt des 8. März - Österreichs Experten fordern Prävention und Früherkennung

Wien - Ganz im Zeichen der chronischen Erkrankungen steht der Welttag der Niere am Donnerstag. Chronische, nicht-infektiöse Krankheiten - zu denen auch Diabetes und Bluthochdruck zählen -, sind inzwischen weltweit die häufigsten Leiden die zum Tod führen können, warnten die Initiatoren des Aktionstages gemeinsam mit österreichischen Experten am Mittwoch.

Mehr chronische Leiden

International wird mit einer Zunahme an chronischen Leiden von 17 Prozent in den nächsten zehn Jahren gerechnet. Bereits jeder zehnte Erwachsene - in absoluten Zahlen: rund 500 Millionen Menschen - weist weltweit eine chronische Nierenerkrankung auf. Bis zum Jahr 2015 dürften nach Ansicht von Experten weltweit rund 36 Millionen Menschen an den Folgen oder einer anderen chronischen Begleiterkrankung sterben.

Prävention und Früherkennung

Auch hier zu Lande nehme die Zahl der Betroffenen permanent zu. Die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie ging davon aus, dass zur Zeit in Österreich rund 350.000 Menschen an einer chronischen Nierenerkrankung leiden. Die Spezialisten fordern daher Prävention und Früherkennung. Nur so könne das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine Reduktion um zwei Prozent in zehn Jahren, erreicht werden.

Ursache Zivilisationskrankheiten

Die häufigsten Ursachen sind - sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern - Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Hypertonie (Bluthochdruck). Aber auch nephrotische und entzündliche Leiden der Nieren sowie vererbte Nierenerkrankungen sind nach wie vor für das Auftreten von chronischen Beeinträchtigungen des Organs verantwortlich.

Für Menschen, bei denen eine entsprechende Diagnose gestellt wird, steigt das Risiko, frühzeitig auf Grund einer kardiovaskulären Erkrankung zu sterben, auf das zehnfache. (APA)

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