Burgenland im Zeichen der Chancengleichheit

12. März 2007, 13:32
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SPÖ nominierte für Aktuelle Stunde am Frauentag ausschließlich Rednerinnen: Grüne vermissen im Regierungsprogramm "konkrete Maßnahmen"

Eisenstadt - Die SPÖ Burgenland beantragte für die Landtagssitzung am Frauentag eine Aktuelle Stunde zum Thema "Chancengleichheit". LAbg. Edith Sack zeigte sich davon überzeugt, "im Gleichklang mit der neuen Bundesregierung" Ziele umsetzen zu können. Burgenlands Grüne vermissen hingegen im neuen Regierungsprogramm "konkrete Maßnahmen" zur Frauenförderung, so Klubobfrau Grete Krojer in der Aktuellen Stunde.

Grüne für verpflichtende Frauenquote

"Die SPÖ Frauen sind mit ihren Forderungen super, aber durch die neue Regierung hat sich nichts geändert. Es bleibt bei vager Ankündigungspolitik", erklärte Krojer. Sie sprach sich für eine verpflichtende Frauenquote aus, denn "alles, was auf freiwilliger Basis ist, funktioniert nicht". Das neue Regierungsprogramm sei für die Grünen "unkonkret, unambitioniert und unfinanziert".

"Wir wollen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so gestalten, dass Frauen eine eigenständige Existenz ermöglicht wird. Deshalb ist eine Chancengleichheit in allen Bereichen notwendig", erklärte Sack.

Bessere Jobs von Nöten

Auch ÖVP-LAbg. Andrea Gottweis meinte: "In Zukunft brauchen wir mehr und bessere Jobs, von denen Frauen leben können." Die Senkung der Lohnnebenkosten für kleinere Einkommen sei eine Möglichkeit dazu. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verlange außerdem nach einer Flexibilisierung der Arbeitszeit und der Kinderbetreuung, so Gottweis.

Gendermainstreaming als Verweiblichung

Für Gendermainstreaming-Projekte wie die "Verweiblichung" von Piktogrammen fehlt FPÖ-LAbg. Ilse Benkö "jedes Verständnis". "Durch solche Belanglosigkeiten verbessert sich die Lebenssituation von Frauen nicht." Aufgabe der Politik sei es, frauen- und familienfreundliche Gesetze zu schaffen. "Ziel sollte die Gleichstellung sein. Projekte, die an der Wirklichkeit vorbeigehen, bringen uns nicht weiter", so Benkö. (APA)

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