Versuchte Vergewaltigungen: 35-Jähriger verhaftet

7. März 2007, 14:28
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Wenn Frauen die Tür öffneten drängte er sie in ihre Wohnung

Wien - Ein 35-jähriger Mann aus Wien-Rudolfsheim wurde heute verhaftet. Er soll seit November des Vorjahres versucht haben, mehrere Frauen zu vergewaltigen, dabei soll er die Frauen in der Nacht bis in deren Wohnungen verfolgt haben. Wenn seine Opfer die Tür aufsperrten, drängte er sie hinein und versuchte sie zu vergewaltigen. In der Nacht auf den 3. März scheiterte er schließlich an einem kranken Ehemann und einer versperrten Haustür.

Eine Lehrerin war in der Nacht auf dem Heimweg von einem Ball. Ihr Mann war nicht mitgegangen, weil er krank war. Kurz nach 2.00 Uhr betrat sie ihr Wohnhaus. Sie sperrte ihre Wohnung auf und wurde hineingestoßen. Die Frau schrie um Hilfe, ihr Mann rannte zur Eingangstür. Der verhinderte Vergewaltiger flüchtete. An der Haustür, die in der Nacht versperrt ist, war jedoch Endstation. In der Dunkelheit fand der Verdächtige nicht die Taste, mit der die Tür zu öffnen gewesen wäre. Dadurch gelang es der Polizei dem Mann zu verhaften.

Die Ermittler der Gruppe Schadler fanden in weiterer Folge mindestens fünf Opfer, bei denen der 35-Jährige ebenfalls eine Vergewaltigung versucht haben soll. In einem Fall dürfte er beobachtet haben, wie ein Mann in der Nacht eine Wohnung verlassen hatte. Er läutete und wartete, bis das ausgewählte Opfer die Tür öffnete. Er drängte die Frau in das Appartement und wollte sie vergewaltigen. Doch ihr Mann war nur Zigaretten holen und überraschte ihn kurze Zeit später. In einem anderen Fall soll der Verdächtige die Vergewaltigung einer 82-Jährigen versucht haben, die ihren Hund äußerln führte.

In fünf Fällen wurde der 35-Jährige laut Mair von den Opfern identifiziert. Der Mann arbeitete als Schankhilfe und dürfte seine Vergewaltigungsversuche nach Dienstschluss durchgeführt haben.

Die Polizei ersucht um Hinweise und Meldungen allfälliger weiterer Opfer an das Kriminalkommissariat West unter der Telefonnummer (01) 31310 / 25810 DW oder an die Gruppe Schadler unter 25130 DW. Die Hinweise werden auf Wunsch vertraulich behandelt. (APA)

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