Von "Borat" zur Agenten-Komödie: Ken Davitian

7. März 2007, 13:10
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Weiters: Hollywood Projekte zu Gerichtshändel, CIA-Memoiren, Altersanachie und Bankraub

Los Angeles - Der schwergewichtige Schauspieler Ken Davitian, der in "Borat" von Sacha Baron Cohen splitternackt durch ein Hotel gejagt wird, ist für eine Agenten-Kömodie engagiert worden. Dem "Hollywood Reporter" zufolge wird Davitian an der Seite von Steve Carell, Anne Hathaway und Oscar-Gewinner Alan Arkin in der Leinwandversion der TV-Serie "Get Smart" (in Deutschland: "Minimax") mitspielen. Carell ist der Geheimagent Maxwell Smart, Hathaway seine Kollegin, Agentin 99. Davitian mimt einen Mitarbeiter der Bösewicht-Organisation KAOS. "Es ist mein erster Film mit so vielen großen Leuten", wird der Schauspieler von dem Blatt zitiert. Er schlug sich bisher mit kleinen Fernsehrollen durch und wurde erst durch "Borat" bekannt. Auch Dwayne "The Rock" Johnson und Terence Stamp werden in "Get Smart" mitspielen.

"Tulia"

Oscar-Gewinnerin Halle Berry ("Monster's Ball") wird nach jahrelanger Verzögerung nun doch als kämpferische Anwältin in den amerikanischen Südstaaten vor die Kamera treten. Wie das Filmblatt "Hollywood Reporter" berichtet, will das Studio Lionsgate das seit 2004 ruhende Filmprojekt "Tulia" im Mai ins Rollen bringen. Das Gerichtsdrama basiert auf einer wahren Begebenheit. 1999 wurden in der texanischen Kleinstadt Tulia zehn Prozent der schwarzen Bevölkerung bei einer Drogenrazzia verhaftet, obwohl keine Drogen gefunden wurden. Die Festnahmen beruhten auf der Falschaussage eines Undercover-Polizisten. Als junge Anwältin der Schwarzenorganisation NAACP geht Berry dem Fall auf der Leinwand nach. Als Regisseur ist Carl Franklin ("High Crimes - Im Netz der Lügen", "Out of Time - Sein Gegner ist die Zeit") im Gespräch. Gedreht wird im US-Bundesstaat Lousiana.

"Fair Game"

Das Studio Warner Bros. hat sich die Filmrechte an einem brisanten politischen Stoff gesichert. Wie "Variety" berichtet, will das Hollywoodstudio das Leben der früheren CIA-Agentin Valerie Plame auf die Leinwand bringen. Die enttarnte Agentin ist mit dem ehemaligen US-Botschafter Joseph Wilson verheiratet. In der Causa war erst am Dienstag der frühere Stabschef von US-Vizepräsident Dick Cheney, Lewis Libby, wegen Meineids und der Behinderung der Justiz verurteilt worden. Plames Name tauchte kurz nach öffentlicher Kritik Wilsons am Irakkrieg erstmals in einer Zeitungskolumne auf. Das löste den Verdacht aus, sie sei von Regierungsmitarbeitern aus Rache enttarnt worden. Warner will auch Plames Memoiren "Fair Game" für den geplanten Film verwenden, falls ihr Buch vom CIA für die Veröffentlichung freigegeben wird. Die Brüder Jez und John Butterworth arbeiten derzeit an dem Drehbuch. Sie haben kürzlich die Vorlage für den Film "Superbad" abgeliefert, über das bewegte Leben den Sängers James Brown. Spike Lee soll bei dem Musikfilm Regie führen.

"Poor Things"

Shirley MacLaine und Olympia Dukakis werden in der schwarzen Komödie "Poor Things" als gerissene Großmütter den Ton angeben. "Variety" zufolge dreht sich der Streifen um eine "Grandma Gang", also ältere Frauen, die ihr Pensionistendasein für Betrügereien, Drogenhandel und Versicherungsbetrug nutzen. Dabei schrecken sie nicht einmal vor Mordtaten zurück. Das Drehbuch von Trent Haaga sei von wirklichen Begebenheiten inspiriert, die in den Nachrichten Schlagzeilen machten, heißt es. Der englische Regisseur Ash Baron Cohen, ein Cousin dem Komikers Sacha Baron Cohen, wird den Streifen inszenieren. Der Drehstart ist für Mai geplant.

"Invisible"

Der deutsche Hollywood-Produzent Michael Ohoven ("Capote") lässt sich mit seiner Firma Infinity Media auf das Thriller-Projekt "Invisible" ein. Die Story dreht sich um einen genial geplanten Banküberfall und eine Polizistin, die einen charismatisch- geheimnisvollen Betrüger verfolgt. Das Drehbuch stammt von dem Autor David Elliot ("Vier Brüder"). "Variety" zufolge hat Ohoven den Regisseur Lance Larson mit der Inszenierung beauftragt. Der Produzent ist derzeit auch auf der Suche nach Schauspielern für sein kürzlich angekündigtes Projekt "Back Roads", basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Tawni O'Dell. Es erzählt die Geschichte eines jungen Mannes auf dem Land in Pennsylvania, der sich um seine drei jüngeren Schwestern kümmern muss, nachdem der Vater erschossen wurde und die Mutter im Gefängnis sitzt. (APA/dpa)

  • Ken Davitian in "Borat"
    foto: centfox

    Ken Davitian in "Borat"

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