Tanzquartier Wien mit Menschenrechts-Schwerpunkt

7. März 2007, 12:52
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Reihe "Performing Rights Vienna" von 8. bis 10. März zur Beziehung zwischen Kunst und Aktivismus

Wien - Das Tanzquartier Wien (TQW) stellt sich drei Tage lang ganz auf politische Positionierung ein. Von 8. bis 10. März reflektiert die Reihe "Performing Rights Vienna" mit Aufführungen und Präsentationen, Filmen, Vorträgen und Diskussionen die Beziehung zwischen Performance und Menschenrechten und zwischen Kunst und Aktivismus.

Die großteils in den TQW-Studios veranstaltete Reihe wurde von Lois Keidan und Daniel Brine von der Londoner Live Art Development Agency, einer der führenden Organisationen zur internationalen Entwicklung und Förderung von Performancekunst, kuratiert. Sie schließt an eine vergangenen Juni in London abgehaltene Konferenz an, um die stark angloamerikanisch geprägte Diskussion über politische Strategien in der Kunst hierzulande zu vertiefen.

Creative Resistances

Am Donnerstagabend zeigen Teilnehmer eines vom Londoner Künstler-Aktivisten John Jordan abgehaltenen zweitägigen Workshops für "Creative Resistances" ihre Arbeitsergebnisse, im Anschluss präsentiert der Performer Richard Dedomenici ein Solo, das auf seinen Zusammenstößen mit der Londoner Polizei basiert.

Am Freitagabend stehen zwei Auftritte des Italo-Briten Franko B. auf dem Programm, der mit Licht und Blendung traumatische Zustände mit kulturellem oder politischem Hintergrund inszeniert, sowie in der Halle G eine Lecture-Performance von Robin Deacon über das Leben von Ex-US-Außenminister Colin Powell.

Der Samstagabend gehört den Frauen: Die Irin Aine Phillips ist mit einem Stück über ihr Leben mit ihrem geistig behinderten Bruder und ihrer gehbehinderten Tochter zu Gast, und das Künstlerinnenduo Curious mit einer Arbeit über die Frauen in der Sexindustrie von East London.

Rahmenprogramme

Das Filmprogramm bringt u.a. eine Geschichte performativer Strategien zum Thema Menschenrechte anhand von Filmbeispielen von Brecht bis Scorsese (Donnerstag, 18 Uhr) und eine Preview von Lisl Pongers jüngstem Film " Imgao Mundi - Das Gültige, Sagbare und Machbare" (Samstag, 15 bis 17 Uhr). In der Vortrags-Schiene untersucht u.a. die Wiener Aktivistin Gini Müller die politischen Strategien von Initiativen wie VolxTheaterKarawane, no-racism.net und ladyfest.

Außerdem lädt die Live Art Development Agency während der gesamten drei Tage zur Einsicht in die und Erweiterung der Library of Performing Rights, einem internationalen Archiv zum Thema Performance und Menschenrechte. (APA)

Link: www.tqw.at
  • Der französische Künstler und Kurator Adrien Sina bespricht am 8.3. 18:00 anhand von Filmbeispielen die Geschichte performativer Strategien und Praktiken zum Thema der Menschenrechte
    foto: tanzquartier

    Der französische Künstler und Kurator Adrien Sina bespricht am 8.3. 18:00 anhand von Filmbeispielen die Geschichte performativer Strategien und Praktiken zum Thema der Menschenrechte

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