Reaktionen: BZÖ sieht "widerliche Packelei"

9. März 2007, 09:14
61 Postings

Grosz: "Fauler und sündteurer Kompromiss" - Grüne: FPÖ-Spaltungsprozess geht weiter

Wien - Das BZÖ hat den Parteiaustritt Ewald Stadlers aus der FPÖ wenig freundlich kommentiert. BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz sprach in Anspielung auf den Verbleib Stadlers im freiheitlichen Parlamentsklub von einer "widerlichen Packelei" zwischen Parteichef Heinz-Christian Strache und Stadler, "um sich ungerechtfertigt Steuergeld in der Höhe von rund 500.000 Euro zu sichern". Ein Abgeordneter weniger würde dem derzeit 21 Mann starken FPÖ-Klub 400.000 Euro an Klubförderung im Jahr kosten.

"Wenn es um Geld geht, herrscht bei der FPÖ das Motto: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. Durch diesen faulen und sündteuren Kompromiss wird versucht, die widerliche Vergangenheit von FPÖ-Chef Strache zu vertuschen", so Grosz, der den Streit in der FPÖ so interessant findet, "wie wenn in China ein Fahrrad umfällt".

Der Kärntner Landeshauptmann, Jörg Haider, der ehemals mit Stadler gut Freund war, meinte nach einem Achselzucken: "Er hat lange gebraucht, bis er das vollzogen hat, was ich auch getan habe."

Grüne erwarten "nach Strache- und Haider- nun auch Stadler-FPÖ"

Die Grünen sehen mit dem Parteiaustritt Ewald Stadlers den "Spaltungsprozess der FPÖ" weitergehen. "Nun gibt es nicht nur die Haider- und Strache-FPÖ, sondern auch die Stadler-FPÖ", meinte Parteisekretär Lothar Lockl in einer Aussendung. Die Frage sei, ob und wie viele weitere FPÖ-Politiker Stadler folgen werden. "Bezeichnend und entlarvend für die Zustände in der FPÖ ist, dass Stadler zwar aus der Partei austritt, im Parlamentsklub aber verbleibt, um den Zugriff auf 400.000 Euro Klubförderung jährlich aufrecht zu erhalten", so Lockl. (APA)

Share if you care.