Dürre in Italien: Notplan wird ausgearbeitet

11. März 2007, 18:04
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Pegel des Po sinkt immer stärker - Mafia macht mit Wasser auf Sizilien Geschäfte

Rom - Angesichts der verheerenden Dürre in Norditalien und des sinkenden Wasserpegels des Flusses Po, arbeitet die Regierung in Rom an einem Notplan. Der Landwirtschaft und Stromproduktion soll demnach Priorität eingeräumt werden. Die Regierung rief die Lokalbehörden auf, den Pegel von Flüssen und Seen genau zu kontrollieren.

Die italienischen Bauern sind bereit, bei einem "Sparplan" zu kooperieren. 16 Millionen Menschen leben in der Ebene um den Fluss, der sechs norditalienische Regionen quert und bewässert.

Der Pegel des Po sei im Vergleich zum vergangenen Jahr stark gesunken. Im norditalienischen Pontelagoscuro flossen im Februar 870 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, rund 500 Kubikmeter weniger als der Durchschnittswert der vergangenen Jahrzehnte.

Der Ministerrat will den Regionalbehörden eine Task Force von Experten zur Verfügung, die für die rationelle Verteilung des Wassers aus den Stauwerken sorgen sollen. Mittelfristig will sich die Regierung auch für eine Modernisierung des Versorgungsnetzes einsetzen.

Wassermangel auf Sizilien

Schwere Versäumnisse der Politik sind für den akuten Wassermangel auf Sizilien mitverantwortlich, der in den vergangenen Tagen zu heftigen Protesten geführt hat. Auch die Mafia hat die Finger im Spiel. Medienberichten zufolge haben Mafia-Clans Wasserleitungen in Süditalien absichtlich beschädigt, um sich mit der Versorgung durch Tankwagen eine goldene Nase zu verdienen. (APA)

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    Der Po wird immer trockener

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