Dreiecksbeziehung: 20 Jahre Haft für zweifachen Mordversuch

7. März 2007, 09:15
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Salzburger versuchte Freund seiner unerfüllte Liebe umzubringen

Salzburg- Zu 20 Jahren Haft wegen dreifachen Mordversuches ist ein 46-jähriger Salzburger von einem Geschworenengericht verurteilt worden. Er soll 2005 den Partner seiner unerfüllten Liebe vom Untersberg gestoßen haben. Später schnitt er dem schwer verletzten Grazer im Spital und einem aneren Patienten den Hals auf. Beide überlebten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidigung meldete Nichtigkeitsbeschwerde an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

Günter N. aus Kuchl im Tennengau hatte die Lebensgefährtin von Ulrich H. (32) während einer Kur in Villach im Jahr 2003 kennen und lieben gelernt. Die Lehrerin besuchte den erfahrenen Bergsteiger auch ohne ihrem Freund in Kuchl. Die Bergtour auf den Untersberg unternahmen sie wieder zu dritt.

Günter N. soll hinter dem Rücken der Frau den Grazer absichtlich rund 60 Meter in den Rosittenbach gestoßen haben. Er überlebte und wurde in der Intensivstation des UKH in künstlichen Tiefschlaf versetzt. In der Koje neben ihm lag der 71-jährige Oberösterreicher. Er befand sich ebenfalls im künstlichen Tiefschlaf und wurde als völlig Unbeteiligter in dem Beziehungsdrama Opfer der Messerattacke vom 10. Juli 2005.

Der Täter hatte beiden Patienten mit einem Stanley-Messer den Hals aufgeschlitzt und die Beatmungsschläuche herausgezogen. Daran konnte sich der bisher unbescholtene Angeklagte wegen "einer starken Unterzuckerung" nicht mehr erinnern. Den Stoß vom Untersberg bezeichnete er als Unfall. Laut Gutachter war er in beiden Fällen zurechnungsfähig. (APA)

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