Industriebeschäftigung stabilisiert

10. April 2007, 14:26
posten

Produktionswert real um acht Prozent gewachsen - Sparmaßnahmen haben Facharbeitermangel mitverursacht

Wien - Die heimische Industrie steht so gut da wie schon lange nicht mehr. Dies bestätigen Zahlen zum vierten Quartal des Vorjahres, die am Dienstag von der Bundessparte Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich vorgelegt wurden: Um plus acht Prozent ist der Produktionswert (real) gewachsen, der Auftragsstand um 12,1 Prozent (Jänner bis November 2006). Dabei fiel auf, dass die Aufträge aus dem Ausland mit 15,4 überdurchschnittlich zulegten, die Inlandsaufträge mit lediglich knapp fünf Prozent. "Wir rechnen aber heuer mit hohen Investitionsleistungen in Österreich", sagt Spartengeschäftsführer Manfred Engelmann.

Leicht zugelegt hat auch die Beschäftigung und zwar um 0,1 Prozent auf 413.700 Arbeitnehmer im abgelaufenen Jahr. Rechnet man das Fremdpersonal (Leasingpersonal) in die Gesamtbeschäftigtenzahl ein, so nahm die Industriebeschäftigung um 0,8 Prozent zu.

Zum aktuellen Facharbeitermangel gesteht die Industrie auch Planungsfehler ein. Die qualifizierte Ausbildung in den gesuchten Metallberufen Schweißer, Dreher und Fräser dauere sechs bis sieben Jahre, so Engelmann. Um das Jahr 2000 herum habe die Industrie eine schwächere Zeit durchlebt, in der viele Unternehmen gespart und restrukturiert hätten. Damals wurde bei Lehrlingen gespart und Lehrwerkstätten geschlossen. Jetzt steige die Lehrlingszahl aber wieder. (szem, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.3.2007)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Industrie gesteht zum aktuellen Facharbeitermangel Planungsfehler ein.

  • Artikelbild
    grafik: standard
Share if you care.