EU: Autos in Österreich sehr teuer

27. März 2007, 14:30
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Nach wie vor sehr unterschiedliche Nettopreise innerhalb der Europäischen Union

Die Nettopreise von Neuwagen sind in den Mitgliedsstaaten der EU trotz Binnenmarkt nach wie vor sehr unterschiedlich, ergab eine am Dienstag vorgestellte Studie der Kommission. Bereinigt um Abgaben und Steuern in den einzelnen Ländern, gibt es die billigsten Neuwagen in Finnland und Ungarn, die teuersten in Deutschland – und Österreich ist in vielen Fällen nur unwesentlich billiger.

Ein Alfa Romeo 159 (Basismodell, ohne Extras) kostet in Österreich netto 25.386 Euro, in Dänemark hingegen nur 19.286 Euro. Ein Ford Focus kostet in Österreich mit 15.530 Euro fast 23 Prozent mehr als in Finnland. Ein Peugeot 307 ist in Österreich um rund 20 Prozent teurer als in Finnland, aber ein bisschen billiger als in Frankreich. Für einen VW Golf, der in Dänemark 10.981 Euro kostet, muss man in Österreich 12.629 Euro bezahlen – und in Deutschland 13.578 Euro. Und ein neuer Mazda 6, in den Niederlanden 21.782 Euro wert, kostet in Österreich stolze 26.613 Euro.

Geringere Unterschiede in der Oberklasse

Weniger starke Unterschiede gibt es bei den Autos der Oberklasse: Bei einem Audi A8 liegen die Preisschwankungen innerhalb von zehn Prozent, ebenso beim BMW 740d und dem Mercedes S350. In den neuen EU-Mitgliedsstaaten sind die Nettopreise verhältnismäßig hoch und haben bereits das Durchschnittsniveau der "alten" Mitgliedsstaaten erreicht.

Insgesamt blieb der Anstieg der Autopreise in der EU im abgelaufenen Jahr allerdings deutlich unter der allgemeinen Teuerung: mit durchschnittlich 0,1 Prozent höheren Preisen wurden die Autos in Österreich bei einer Inflation von 1,6 Prozent real sogar etwas billiger. (Michael Moravec aus Brüssel, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.3.2007)

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