Vor neuem Treffen Abbas-Olmert

12. März 2007, 17:32
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Humanitäre Fragen im Vordergrund

Jerusalem/Ramallah/Kairo - Israels Regierungschef Ehud Olmert und der palästinensische Präsident Mahmud Abbas wollen in der kommenden Woche zum zweiten Mal innerhalb eines Monats zu einem Spitzengespräch zusammenkommen. Wie Olmerts Sprecherin Miri Eisin am Dienstag in Jerusalem ankündigte, sollen humanitäre Fragen im Vordergrund stehen.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat sagte, die Vorbereitungen für das Treffen seien noch nicht abgeschlossen. Man hoffe, dass es "in naher Zukunft" stattfinden könne. Olmert und Abbas waren zuletzt am 19. Februar zusammengekommen. An dem Gespräch, das ohne greifbares Ergebnis zu Ende ging, nahm auch US-Außenministerin Condoleeza Rice teil. Die israelische Tageszeitung Maariv berichtete am Dienstag, Olmert wolle Abbas von dem Vorhaben abbringen, eine Einheitsregierung mit der radikalen Hamas zu bilden.

Israels Geheimdienst befürchtet indes Entführungen und Attentate, die vom Iran gesteuert werden könnten, und hat den Schutz für diplomatische Vertretungen im Ausland verstärkt, wie der Militärrundfunk meldete. Die Befürchtungen stünden in Zusammenhang mit dem Verschwinden eines iranischen Generals in der Türkei, für das Teheran den Auslandsgeheimdienst Mossad und den US-Geheimdienst CIA verantwortlich gemacht hat. (dpa, AFP/DER STANDARD, Printausgabe, 7.3.2007)

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