Kein Urteil bei Amnesty contra Glock

8. März 2007, 15:11
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Waffenproduzent und Menschenrechtsorganisation vor Vergleich

Das juristische Scharmützel zwischen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) und dem österreichischenWaffenproduzenten Glock um eine angeblich im Sudan aufgetauchte Pistole könnte ohne Richterspruch enden. Brigitte Zeilinger, Vorsitzende des von Glock angestrengten Verfahrens wegen übler Nachrede, hat den Streitparteien am Dienstag eine Frist bis Ende März eingeräumt, um zu einem Vergleich zu kommen.

In dem Prozess geht es um die Forderung auf der ai-Homepage, wonach die Waffenfirma Glock oder das Wirtschaftsministerium den Verbleib einer Glock-Pistole mit der Seriennummer „HAP 850“ aufklären soll. Laut ai hatte ein US-Journalist diese Pistole im Bürgerkriegsgebiet in Darfur im Sudan bei einem Rebellen entdeckt, obwohl Waffenexporte in die Region von der UNO verboten sind.

Man habe der Firma Glock „kein rechtliches Fehlverhalten vorgeworfen, aber Aufklärung eingefordert“, erläuterte Heinz Patzelt, Generalsekretär von ai-Österreich, nun als Zeuge. Das könne man auch öffentlich bekannt geben, obwohl ai darauf beharrt, inhaltlich nichts Falsches berichtet zu haben. (APA, moe/DER STANDARD; Printausgabe, 7.3.2007)

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