SP-Sack: "Machosprüche mehr als entbehrlich"

8. März 2007, 15:14
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Burgenlands Frauensprecherin kontert auf Kritik von ÖVP-Klubobmann Strommer

Eisnenstadt - Dass der Termin für die Sitzung des Burgenländischen Landtages am Donnerstag mit dem Internationalen Frauentag zusammenfällt, hat auch PolitikerInnen inspiriert: Die SPÖ hat eine "Aktuelle Stunde" zum Thema Chancengleichheit für Frauen beantragt, die ÖVP nahm am Dienstag die Frauenpolitik der Sozialdemokraten ins Visier.

ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer forderte bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt "konkrete Maßnahmen": Von Erfolgen in der Frauenpolitik könne man erst sprechen, wenn sich in der individuellen Lebenssituation der einzelnen Frau, der einzelnen Mutter oder Mitarbeiterin etwas in Richtung Entlastung, mehr Chancen, oder gleichere Behandlung verändere.

Die SPÖ zeige ein "frauenfeindliches Verhaltensmuster", so Strommer. Er betrachte zwar mit Interesse die öffentlichen Aktionen der SPÖ für die Frauen. Die "gefühlte" Politik - das, was dann letztendlich spürbar sei, sei oft das Gegenteil von Frauenförderung.

SPÖ sei "die Frauenpartei"

"Die Machosprüche von VP-Klubobmann Strommer sind für die Sache der Frauen mehr als entbehrlich", entgegnete SPÖ-Frauensprecherin LAbg. Edith Sack zu den Aussagen des Klubchefs. Die SPÖ sei "die" Frauenpartei des Burgenlandes und stelle ihre Themenführerschaft auch mit der Aktuellen Stunde anlässlich des Frauentages im Landtag unter Beweis.

Man wolle die Frauenpolitik wieder aus dem "konservativen Eck" holen, wohin sie unter Schwarz-Bunt manövriert worden sei. Gerade die ÖVP sei dafür verantwortlich, dass in der österreichischen Frauenpolitik jahrelang Stillstand geherrscht habe, erklärte Sack. (APA)

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