Neue iTunes-Version und schwere Sicherheitslücken in Quicktime

16. März 2007, 10:17
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Update behebt gleich acht Probleme in der Apple-Software - iTunes nun mit Unterstützung für Apple TV und besserem Vista-Support

Praktisch zeitgleich hat der Computerhersteller Apple Updates für zwei zentrale Softwarekomponenten des eigenen Produkt-Portfolios freigegeben. Während sich eine neue Quicktime-Version vor allem der Bereinigung einiger schwerer Sicherheitslücken widmet, kann iTunes 7.1 auch mit dem einen oder anderen neuen Feature aufwarten.

iTunes

So gibt es für die nach Alben sortierte Cover-Übersicht über die Bibliothek nun auch einen Full-Screen-Modus. Das restliche Interface wird dabei ausgeblendet, und nur die nötigste Information angezeigt. Neu ist ebenso die Unterstützung für das noch nicht verfügbare Apple TV.

Vista-Support

Mit dem Update verspricht Apple auch, eine Reihe von Kompatibilitätsproblemen mit Windows Vista aus der Welt zu schaffen. Welche Vista-Probleme durch die neue iTunes-Version nun endlich der Vergangenheit angehören, verschweigt Apple auf der eigens eingerichteten Webseite. Gleichzeitig heißt es nun allerdings entgegen früheren Statements, dass der Gebrauch von iTunes 7.1 für die meisten Editionen von Windows Vista empfohlen werden kann. Davon ausgenommen sind weiterhin die 64-Bit-Versionen. Neben Fehlern bei der Darstellung von Textbausteinen und Grafiken, lässt sich zudem das Windows Address Book in manchen Fällen nicht mit dem iPod synchronisieren.

Aushängen

Ungelöst bleibt allerdings auch das schwer wiegende Problem, dass das Entfernen des iPod-Geräts über den Windows-Explorer oder die Windows-Vista-Leiste immer noch den iPod bzw. seine Inhalte beschädigen kann. Um den iPod sicher aus einer Vista-Umgebung herauszulösen, empfiehlt Apple folglich, das Gerät ausschließlich über den iTunes-Auswurfknopf zu entfernen.

Quicktime

Aus ganz anderen Blickpunkten ein wichtiges Update ist dagegen Quicktime 7.1.5: Es schließt gleich acht zum Teil schwere Sicherheitslücken in der Software. Alle beruhen sie auf Buffer Overflows, die mittels speziell präparierter Quicktime-Dateien ausgelöst werden können.

Update

Öffnet eine Person ein solcherart modifiziertes File, ist es unter Umständen möglich Code einzuschmuggeln und zur Ausführung zu bringen. Die Lücken betreffen zur Mehrzahl sowohl die Windows als auch die Mac OS X-Ausführungen der Software, nur eine davon ist dem Microsoft-Betriebssystem vorbehalten. Ein Update ist insofern allen Quicktime-BenutzerInnen dringend anzuraten. (red/pte)

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Apple

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    iTunes 7.1
    Cover Flow gibt es nun auch in einem Full-Screen-Modus

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