Montagsgespräch: Soziales "Anhängsel"

6. März 2007, 17:47
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Sozialminister Erwin Buchinger verspricht "Verbesserung" - Martin Schenk: Kein "Kurswechsel, aber "Diskurswechsel"

Wien - Ob die Sozialpolitik der neuen Regierung gleich einem Kurswechsel gleichkomme, darin waren die Podiumsteilnehmer beim Standard-Montagsgespräch geteilter Ansicht. Der zuständige Minister, Erwin Buchinger, versprach jedenfalls, dass das Wort "Reform" in der Sozialpolitik wieder die Bedeutung von "Verbesserung" bekommen werde.

Christine Stelzer-Orthofer vom Institut für Sozialpolitik blieb skeptisch, und auch ihr Mitdiskutant Werner Binnenstein-Bachstein von der Caritas hat das Thema "Soziales" bisher immer "als Anhängselthema" empfunden.

Martin Schenk von der Armutskonkferenz konnte zwar keinen Kurswechsel, immerhin aber einen Diskurswechsel ausmachen: "Während Soziales in den letzten Jahren immer unter Kosten gelaufen ist, spricht man heute von Investitionen." Näheres zum spannenden Diskurs am Podium lesen Sie in der morgigen Ausgabe. Buchinger konnte dabei zuletzt auch Stelzer-Orthofer überzeugen. (kmo, DER STANDARD, Printausgabe, 6.3.2007)

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    foto:standard/regine hendrich
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