BlackBerry-Chef legt Amt wegen unsauberer Aktienoptionen nieder

14. März 2007, 10:21
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Interne Untersuchung legt Manipulationen offen - Behält aber Posten als Geschäftsführer und Direktor

Der Chef des kanadischen BlackBerry-Herstellers Research in Motion hat die Konsequenzen aus einer Affäre um manipulierte Aktienoptionen gezogen. Jim Balsillie legte am Montag nach Unternehmensangaben sein Amt als Vorstandsvorsitzender nieder, nachdem eine interne Untersuchung Unregelmäßigkeiten bei der Zuteilung der Optionen aufgedeckt hatte.

Position

Seine Posten als Geschäftsführer und Direktor werde Balsillie allerdings behalten, hieß es in der Erklärung des Unternehmens, das in Waterloo im kanadischen Bundesstaat Ontario ansässig ist. Der Untersuchung zufolge habe von den Manipulationen "das obere Management am meisten profitiert".

Korrektur

Das Unternehmen kündigte an, seine Bilanzen der Jahre 2003 bis 2006 zu korrigieren. Durch die Richtigstellung der Daten werde der Betriebsgewinn in der betroffenen Periode insgesamt 253 Mio. Dollar weniger betragen als bisher angegeben. Den Angaben zufolge wurden die zugeteilten Wertpapiere in vielen Fällen auf einen Zeitpunkt rückdatiert, an dem der Kurs deutlich tiefer stand. Optionen geben dem Inhaber das Recht, eine Aktie in der Zukunft zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen; mit einer Rückdatierung kann die Rendite für den Inhaber der Aktienoptionen beträchtlich gesteigert werden. (APA)

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