Die neuen Partner teilen die Welt auf

24. Juli 2000, 18:36

Klare Trennung der Regionen

Wien/München - Mit ihrem Zusammenschluss teilen sich HypoVereinsbank und Bank Austria die Welt auf: Die Bank Austria soll neben den Österreich-Aktivitäten der neuen Konzernmutter vor allem deren Osteuropa-Netz dazu nehmen und dort noch weiter expandieren. An die Bayern abtreten wird die Bank Austria dafür ihre sonstigen internationalen Standorte - Westeuropa-Niederlassungen und vor allem ihre Übersee-Aktivitäten: Also die Asien-Töchter und -Filialen (Hongkong, Singapur) ebenso wie die USA-Niederlassungen oder auch die hoch profitable Südamerika-Tochter BBA (Brasilien).

Im Osten Europas wird die Bank Austria bei Bilanzsumme und Marktanteilen zum internationalen Marktführer: Ende 1999 wies die Bank Austria-Gruppe in ihren Osteuropa-Töchtern eine Bilanzsumme von rund sechs Mrd. EURO (82,6 Mrd. S) auf. Hochgerechnet sollten es mit den bisherigen bayerischen Aktivitäten im Osten dann 12,8 Mrd. EURO werden.

Beteiligungen an Großbanken unterhält die HypoVereinsbank in Russland und Polen, Töchter hat sie in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Bulgarien und Kroatien. Erst vor wenigen Monaten hat sie von der Bank Austria deren Beteiligung an der Moskauer IMB übernommen.

In der Bank Austria wird darauf verwiesen, dass es vor allem in Polen gute Ergänzungsmöglichkeiten gebe. Während die HypoVereinbank-Tochter BPH mit ihren 220 Filialen vor allem im Raum Krakau stark vertreten sei, konzentriere sich die Bank Austria-Tochter PBK mit landesweit 340 Standorten auf den Raum Warschau.

Übernehmen wird die Bank Austria in Österreich die bisherige HypoVereinsbank-Tochter SKWB Schoeller, die mit 594 Mitarbeitern in 15 Geschäftsstellen 1999 auf 41,9 Mrd. S Bilanzvolumen und ein Kundenwertpapierdepotvolumen von 71,5 Mrd. S kam.

Als eine der großen Synergien betrachtet man in Wien unter anderem die gemeinsame Internetbankenlösung. Die Bank Austria-Gruppe erhalte Zugang zu einer der leistungsstärksten Direktbanken der Welt. Die HypoVereinsbank betreibt die Direkt Anlage Bank (DAB). (APA/red)

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