Schlingen, erbrechen, hungern

25. Juli 2007, 14:34
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Psychische Störung vor allem bei Mädchen im Vormarsch

Wien - Sie hungern bis zum Umfallen und stopfen sich voll bis zum Erbrechen: Mehr als 200.000 ÖsterreicherInnen leiden an Essstörungen. Am meisten sind Mädchen und junge Frauen von der Magersucht, der Ess-Brechsucht sowie den Heißhungeranfällen betroffen. Aber auch immer mehr Männer leiden unter Essstörungen. Das ist absolut nichts Neues, aber die Fälle mehren sich. In diesem Sinne scheint wiederholende und weitreichende Aufklärung von Nöten.

Magersucht

Bei der Magersucht handelt es sich laut dem Sowhat-Institut um eine psychische Störung, die durch einen absichtlich selbst herbeigeführten und aufrechterhaltenen Gewichtsverlust charakterisiert ist. Magersüchtige haben eine ausgeprägte Angst vor der Gewichtszunahme, obwohl sie eigentlich untergewichtig sind. Es besteht eine verzerrte Wahrnehmung von Gewicht, Körperumfang und Körperform. In schweren Fällen kann Magersucht sogar zum Tod führen.

Bulimie

Bei der Ess-Brechsucht kommt es zunächst zu Heißhungerattacken und anschließend zu selbst herbeigeführtem Erbrechen bzw. Missbrauch von Abführmitteln oder extremer körperlicher Betätigung. Es besteht eine ständige Unzufriedenheit mit der eigenen Körperform und Angst vor Gewichtszunahme. Die Betroffenen haben Depressionen und immer wiederkehrende Stimmungsschwankungen. Die Bauchspeicheldrüse schwillt an, es kommt zu Zahnschäden, Haarausfall, Entzündungen im Bereich der Speiseröhre und der Verdauungsorgane, Störungen des Elektrolythaushaltes sowie Hormonstörungen.

Binge-eating

Ähnlich wie bei der Ess-Brechsucht ist eine weitere Essstörung, das Binge-eating-Syndrom, von starken Essattacken gekennzeichnet. Da es jedoch zu keinen kompensatorischen Verhaltensweisen wie Erbrechen, Abführmittelmissbrauch oder ähnlichem kommt, sind die Betroffenen meist übergewichtig.(APA)

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