Staatsoper-Direktion: Ausschreibung beginnt Samstag

6. März 2007, 18:57
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Entscheidung soll im Juni fallen - nach Mortier steht auch Ruzicka nicht zur Verfügung

Wien - Die Staatsopern-Direktion für die Zeit nach 1.Septenber 2010 wird diesen Samstag ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist werde bis zum 21. April laufen, sagte die für Kunst und Kultur zuständige Unterrichtsministerin Schmied am Dienstag. Zur Vorbereitung der für die erste Juni-Woche geplanten Entscheidung soll es keine Findungskommission geben.

Die Bundestheater-Holding soll nach dem Willen von Schmied gestärkt werden, das Vier-Augen-Prinzip ist der Ministerin auch für die Leitung der Wiener Staatsoper wichtig. Deshalb soll auch der künftige kaufmännische Direktor bis Ende Juli fixiert sein.

Der Rahmen

Der Ausschreibungs-Text, der sich nach einer Besprechung mit Holding-Chef Georg Springer in der Endredaktion befindet, soll am Samstag in in- und ausländischen Medien veröffentlicht werden. Das Anforderungsprofil ergebe sich auch aus dem gesetzlich festgelegten kulturpolitischen Auftrag der Staatsoper, in dem Repertoiretheater und Ensembleprinzip festgelegt seien, meinte Schmied. Ob Führungserfahrung eines gleichwertigen Opernhauses verlangt würde, wollte sie nicht sagen.

Dank raschen Handelns liege man mit dem Zeitplan für die Findung der neuen Staatsopern-Direktion nun "sehr gut", sagte die SPÖ- Politikerin. Der Zeitpunkt der Bekanntgabe von Direktor Holender, doch nicht für eine Verlängerung seines Vertrages um ein Jahr zur Verfügung zu stehen, sei jedoch auch für sie überraschend" gewesen.

Abgewunken

Der Kreis der potenziellen Nachfolger von Ioan Holender wird indessen kleiner. Nachdem in der vorigen Woche der ehemalige Intendant der Salzburger Festspiele, Gerard Mortier, bekannt gab, 2009 von der Pariser Oper an die New York City Opera wechseln zu wollen, erklärte Peter Ruzicka, sein Nachfolger in Salzburg (bis 2006), für eine Leitung der Wiener Staatsoper ab 2010 nicht zur Verfügung zu stehen:

"Man hat mir in Salzburg eine zweite Amtszeit angeboten, die ich mit dem Hinweis abgelehnt habe, mich künftig auf meine Arbeit als Künstler konzentrieren zu wollen. Diese Argumentation bleibt aufrecht." Von der Idee, den Posten auf einenKünstler und einen Manager aufzuteilen, hält er wenig. Auch ein aktiver Künstler – als Favorit wird immer wieder Neil Shicoff genannt – könne die Aufgabe "nicht bewältigen". (APA)

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