UNO warnt vor erneuter Zunahme des Opiumanbaus

12. März 2007, 09:15
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Vermehrter Mohn-Anbau vor allem in südafghanischen Unruheprovinzen - UNODC befürchtet neuerliche Rekordernte

Kabul - Die Vereinten Nationen haben vor einer erneuten Rekordproduktion des Drogen-Rohstoffs Opium in Afghanistan gewarnt. Die in diesem Winter vorgenommenen Schätzungen zeigten, dass der Opiumanbau in Afghanistan im Vergleich zum Vorjahresrekord heuer nicht geringer ausfallen werde, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der UN-Behörde für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung (UNODC).

2006 wurde der Drogenrohstoff demnach auf einer Fläche von 165.000 Hektar angebaut. Der Opium-Anbau werde vor allem in den südafghanischen Unruheprovinzen Helmand und Kandahar zunehmen.

Der Süden des Landes, in dem sich die Kämpfe zwischen den radikalislamischen Taliban und afghanischen und ausländischen Sicherheitskräften konzentrieren, stellte 2006 rund die Hälfte des afghanischen Opiums her. Mehr als 90 Prozent der weltweiten Opiumproduktion kommen aus Afghanistan. (APA)

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    Die US-amerikanische "Eradication Force" zerstört mit Traktoren und anderen Fahrzeugen Mohnfelder im Afghanistans südlicher Provinz Helmand.

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