Schweden: Ein Forschungszentrum allein zum Thema Schokolade

13. März 2007, 18:13
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Eine der Forschungsfragen lautet, was man gegen den unappetitlichen weißen Fettbelag tun kann, der sich auf älterer Schokolade bildet

Stockholm - Es mag angesichts des aktuellen FAO-Berichts über das Ausmaß der Unterernährung in zahlreichen Regionen der Welt frivol wirken: Mit einem allein der Schokolade gewidmeten Forschungsinstitut wollen Wissenschafter in Schweden den Geheimnissen der beliebten Süßigkeit auf die Spur kommen. Ziel sei es, sich gebündelt "mit dem Verhalten und der Zusammensetzung von Schokolade auseinander zu setzen", sagte Paul Smith vom Stockholmer Institut für Oberflächenchemie (YKI) am Montag.

Das neue Zentrum soll seine Arbeit im April in der Hauptstadt sowie in Göteborg aufnehmen. Als einen Forschungsschwerpunkt werde es sich mit den Problemen befassen, die Schokoladenhersteller und -lieferanten immer wieder zu schaffen machten, sagte Smith. Finanziert wird das Zentrum vor allem von der einheimischen und internationalen Schokoladenindustrie.

Die Wissenschafter wollen unter anderem der Frage nachgehen, warum sich - besonders auf gefüllter Schokolade - nach einiger Zeit eine weiße Schicht bildet und die Süßigkeit alt aussehen lässt. Laut Smith ist zwar bekannt, dass der "falsche Schimmel" von Fett hervorgerufen wird, das aus dem Inneren an die Oberfläche wandert; noch aber kenne niemand die Lösung, wie diese Wanderung gestoppt werden könne.(APA/red)

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YKI
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    Diese maßstabsgetreue "Schoka Lisa" wurde für eine japanische Ausstellung angefertigt - 13 Kilogramm Schokolade waren dafür nötig.

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