"Laudimaxima" für drei Naturwissenschafterinnen

7. März 2007, 12:44
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Universität Wien wird künftig alle zwei Jahre weibliche Forscherinnen auszeichnen

Wien - Der Laudimaxima-Preis der Universität Wien geht heuer an drei Jungforscherinnen: Die mit je 5.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der Meeresbiologin Andrea Nussbaumer, der Chemikerin Dagmar Kapeller und der Mathematikerin Hannelore Brandt im Rahmen des Dies Academicus am 12. März verliehen, heißt es in einer Aussendung der Uni Wien.

Die Universität Wien stiftete die "Laudimaxima" im Jahr der Physik 2005 zur Förderung von jungen Frauen in den Fachbereichen Naturwissenschaften und Mathematik. Der Preis wird an derzeitige oder ehemalige Doktoratstudentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen vergeben, die sich durch besondere wissenschaftliche Leistungen in diesen Fachbereichen ausgezeichnet haben. Die Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre vergeben werden.

Spätberufene

Die älteste "Jungwissenschafterin" der drei Preisträgerinnen ist heuer die 1962 in Salzburg geborene Andrea D. Nussbaumer, die sich nach zehn Berufsjahren erst im zweiten Bildungsweg für ein Uni-Studium entschied: Die promovierte Meeresbiologin beschäftigt sich in ihrer Forschungstätigkeit mit Riesenröhrenwürmern in der Tiefsee, die weder Mund noch Darm besitzen und für ihre Ernährung spezielle Bakterien als Symbionten brauchen. Die Ergebnisse ihrer Dissertation wurden in der renommierten Fachzeitschrift "Nature" publiziert.

Doktorandin

Die Chemikerin Dagmar Christine Kapeller ist hingegen noch Doktorandin an der Uni Wien. Die 1981 in Linz geborene Jungforscherin untersucht die Stabilität und das chemische Verhalten verschiedener so genannter chiraler Oxymethyllithium-Verbindungen, die zu den kleinsten aus Atomen aufbaubaren Strukturen gehören.

Anwendung der Spieltheorie

Die Spieltheorie ist Untersuchungsgebiet der dritten Preisträgerin, der Mathematikerin Hannelore Brandt. 2004 beendete die 1975 in Linz geborene Wissenschafterin ihre Dissertation an der Uni Wien und arbeitet seither an der Wirtschaftsuniversität Wien als Assistentin, derzeit am Institut für Kreditwirtschaft, wo sie sich mit der Anwendung der Spieltheorie im finanzwirtschaftlichen Kontext beschäftigt.

Die Laudimaxima-Verleihung findet am 12. März um 17.00 Uhr im Kleinen Festsaal der Universität Wien statt. Anschließend findet die mit Wissenschafterinnen und Wissenschaftern der Universität Wien besetzte Podiumsdiskussion "Wissenschaft für die Gesellschaft. Wissenschaft in der Gesellschaft" statt. TeilnehmerInnen sind Ulrich Körtner, Konrad Paul Liessmann, Renée Schroeder, Anton Zeilinger und Rektor Georg Winckler. (APA)

Verleihung der Laudimaxima 2007

Montag, 12. März, 17 Uhr
Kleiner Festsaal der Universität Wien
1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1

Podiumsdiskussion im Anschluss an die Preisverleihung: "Wissenschaft für die Gesellschaft. Wissenschaft in der Gesellschaft".
Moderation: Dr.in Gisela Hopfmüller, ORF.

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