Bartenstein: Kerosinsteuer schwer umsetzbar

21. März 2007, 14:13
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Wettbewerbsverzerrung bei Alleingang ein Problem - Airliner Niki Lauda bezeichnet Pröll-Vorschläge als "Schwachsinn"

Wien - Die von Umweltminister Josef Pröll angeregte Besteuerung von Flugzeugtreibstoff hat am Montag rege Diskussionen ausgelöst. Skeptisch zu einer solchen Kerosinsteuer äußerte sich Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein (V). Luftfahrtunternehmer und Ex-Rennfahrer Niki Lauda bezeichnete Prölls Aufruf, auf Fernreisen zu verzichten, als "Schwachsinn".

Bartenstein sei grundsätzlich für Kerosinsteuer, Prölls Vorschlag sei allerdings nur schwer umzusetzen. Er wäre nur dafür, wenn es ein wettbewerbsneutrales Modell gebe. Komme so eine Regelung auf globaler Ebene, dann sei sie zu befürworten, sonst sei dies aus Wettbewerbs- und Jobgründen abzulehnen. Prinzipiell sei der Ansatz gut, es sei nicht einzusehen, dass die Autofahrer belastet würden und die Luftfahrt nicht. Ein europäischer Alleingang würde den europäischen Fluglinien schaden.

Zum Vorschlag von Umweltminister Josef Pröll (V), auf Fernreisen zu verzichten, meinte Bartenstein: "Urlaub in Österreich ist immer eine gute Idee und wenn es dem Klimaschutz dient, erst recht." Er selber sei jedenfalls ein begeisterter Österreich-Urlauber.

Niki Lauda wetterte im ORF-Radio ("Mittagsjournal") gegen schlagzeilenträchtige Politikeraussagen, die sich als "Schuss nach hinten" erweisen würden. Die Österreicher würden sich nicht von Politikern vorschreiben lassen, wo sie ihren Urlaub verbringen. (APA)

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    Wirtschaftsminister Bartenstein findet Urlaub in Österreich schön.

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