Mutmaßliche Terroristin der "Roten Zora" angeklagt

6. März 2007, 15:59
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Soll an zwei fehlgeschlagenen Sprengstoffanschlägen in den 80er Jahren beteiligt gewesen sein

Karlsruhe - Zwölf Jahre nach dem letzten Anschlag der deutschen Terrorgruppe "Rote Zora" hat Generalbundesanwältin Monika Harms Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied erhoben. Die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wirft der 58 Jahre alten Frau vor, an zwei fehlgeschlagenen Sprengstoffanschlägen in den 80er Jahren beteiligt gewesen zu sein. Die Frau hatte sich Ende des vergangenen Jahres freiwillig gestellt. Der Haftbefehl gegen sie wurde außer Vollzug gesetzt.

Attentat auf das Gentechnisches Institut

Die Frau soll 1986 für ein Attentat auf das Gentechnische Institut in Berlin sowie 1987 auf ein Bekleidungswerk bei Aschaffenburg jeweils einen Wecker für den Zündmechanismus besorgt haben. In beiden Fällen versagte der Mechanismus.

Die "Rote Zora", eine vorwiegend im Ruhrgebiet und in Norddeutschland aktive Frauengruppe, hatte sich 1977 als Teilorganisation der linksextremen "Revolutionären Zellen" (RZ) gegründet. Sie bekannte sich bis zum Februar 1988 zu insgesamt 45 Sprengstoff- und Brandanschlägen. Der letzte Anschlag 1995 galt einer Werft bei Bremen. (APA/dpa)

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