Tispa: EGT 2006 gesunken

27. März 2007, 13:42
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Aufgrund einer Neubewertung von Immobilien sowie erhöhte Pensionsrückstellungen - Sechs Millionen Euro an Dividende für Eigentümer

Innsbruck - Die zum Erste Bank-Konzern gehörende Tiroler Sparkasse weist für 2006 ein um die Hälfte gesunkenes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 7,7 Mio. Euro aus. Bei der Bilanzpräsentation am Montag in Innsbruck wurde dies auf eine Neubewertung von Immobilien sowie erhöhte Pensionsrückstellungen auf Grund geänderter Berechnungsvorschriften zurückgeführt.

Bereinigt um diese Anpassungen sei das EGT um 22 Prozent auf 22,9 Mio. Euro gestiegen. Vom Jahresüberschuss in der Höhe von 7,1 Mio. Euro würden 6 Mio. Euro (nach 8 Mio. Euro) als Dividende an die beiden Eigentümer - Erste Bank zu drei Viertel und Sparkassen-Stiftung zu einem Viertel - ausgeschüttet, hieß es.

Außerordentliche Effekte" drücken auf Bilanz

"Außerordentliche Effekte" würden mit 15 Mio. Euro auf die Bilanz 2006 "drücken", hieß es bei der Bilanz-Pressekonferenz. Demgegenüber sei die Kundenanzahl um 3.400 auf 117.000 gestiegen, die durchschnittliche Bilanzsumme um 6,3 Prozent auf 4,019 Mrd. Euro. "Wir hatten operativ ein gutes Jahr", erklärte der aus dem Unternehmen ausscheidende Vorstandssprecher Andreas Wecht. Wecht wird Vorstandschef des Verkehrstechnologiekonzerns Swarco von Manfred Swarovski im Tiroler Wattens.

Die außerordentlichen Aufwendungen in der Höhe von 15,2 Mio. Euro hätten mit dem operativen Geschäft nichts zu tun, betonte Wecht. Die Tispa sei ein kerngesundes Unternehmen und könne das verkraften.

Wachstum im Kerngeschäft

Im Kerngeschäft sei man gewachsen. Die Spareinlagen legten um 7,2 Prozent zu, das Depotvolumen erhöhte sich um 5,8 Prozent. Bei den privaten Konsumfinanzierungen kletterte das Neugeschäft um 53,3 Prozent auf 27,7 Mio. Euro. Insgesamt stiegen die Ausleihungen um fünf Prozent auf 2,255 Mrd. Euro. Dass der Zinsüberschuss trotzdem auch 2006 rückläufig war, sah Wecht als "ein Indiz für den intensiven Wettbewerb auf dem Tiroler Bankenmarkt". Die Kostenertragsrelation habe sich in den vergangenen fünf Jahren von 80,3 Prozent im Jahr 2002 auf 66,1 Prozent im Vorjahr verbessert, die Eigenkapitalrentabilität von minus 33 Prozent auf plus 10,3 Prozent.

Mitte März kommt es zur Umgestaltung des Vorstandes. Markus Jochum, seit 2002 im Vorstand übernimmt den Vorsitz, der bisherige Firmenkundenchef Wolfgang Hechenberger rückt neben Karl Obernosterer in den Vorstand auf. Die Tiroler Sparkasse beschäftigt in 48 Filialen 555 Mitarbeiter. (APA)

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