Pröll fordert Verzicht auf Fernreisen

von Redaktion  |  21. März 2007, 14:13

Umweltminister für EU-weite Kerosinsteuer, auch Gusenbauer dafür - Kritik von Opposition und Tourismusbranche

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
Nachlese
Deutsche Umweltpolitiker fordern Heim- statt Fernurlaub

Kommentar
Klima-Aktionismus - von Alexandra Föderl-Schmid
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Silvio Lackner  
08.03.2007 13:36

Die Fluglinien sind auf den aktionistischen marketing-zug der politiker eh schon aufgesprungen

bei jeder Reise-Buchung wird die menge an "CO2-Sünde" ausgewiesen und man darf (Muss ?) dann ein proportionales Bussgeld in einen Klimafonds zahlen.

Gestern im TV gesehen.

Silvio Lackner  
08.03.2007 13:02

Seppi, gib den Grünen die Hand und dann tun wir alle Rosenkränze beten und statt Fliegen wallfahrten, weil sir solche Klimasünder sind.

Die Anleitung dazu gibt die Kleine zeitung ("WIR SIND SCHULD" !! - Schlagzeile zum Klimawandel)

Sagenhaft, wie das immmer noch zieht, diese kollektive Sünder-Abstempelung.

watzlilaus wondratschek 
07.03.2007 07:36
Spielverderber

Manche Leute vertragen es eben nicht, wenn Leute Freude an Konsum von Guetern und Dienstleistungen haben.
Ganz frueher waren es die kirchlichen Prediger von Askese. Die moderne Version sind eben die Weltuntergangsproheten der Gruenen.
Zuerst war es der Club of Rome, Global 2000 und Greenpeace, deren Prophezeiung alle nicht eintrafen (Es gibt da eine beruehmte Wette zwischen dem Optimistischen Julian Simon und dem Oekopropheten Paul Ehrlich...).

Die derzeitige Version sind eben die global warmer.

Es ist eine Schande fuer den Minister, diese Spinner ernst zu nehmen.

isodora
07.03.2007 00:02
Hohe Steuer auf Flug-Benzin sehr in Ordnung.

Sehr hohe Steuer.
Dann: noch wesentlich höhere Steuer auf die Tickets.
Sehr wesentlich.
Letztlich penible steuerliche Kontrolle der notwendigen Geschäfts-Reisen.

Wir können uns die Erde vielfach auch in Filmen, Videos, Reportagen, ... vorstellen.

Nicht jeder muss den Hindukush persönlich bereist - oder die Pinguine am Pol gefüttert haben.

Das Gewissen1
06.03.2007 19:54
Das Problem sind die Inlandsflüge!!!!!

Die sind absolut unnötig!!! ZB.: Wien - Salzburg könnte man heute schon wesentlich schneller, preiswerter und pünktlicher mit der Bahn erreichen. Der meiste Kerosinausstoss erfolgt bei den Starts bzw. den Landungen. Es würden für Österreich Wien-Schwechat (Zürich für Westösterr.) absolut reichen. Für Deutschland Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München. ITA: Mailand, Florenz, Cagliari, Rom, Neapel und Palermo. FRA: Paris, Lille, Nantes, Lyon, Bordeaux und Marseille. GBR: London, Birmingham, Liverpool, Belfast und Glasgow. IRL: Dublin. SPA: Madrid, Barcelona, Valencia, Malaga, La Coruna und Sevilla. POR: Lissabon, Porto. CH: Zürich (Lyon für Westschweiz). NL: Amsterdam. BEL: Brüssel. DÄN: Kopenhagen. GR: Athen, Saloniki, Iraklion usw...

Das Gewissen1
06.03.2007 20:00
.... SLO: Ljubljana (Graz, Venedig...)

au_contraire
06.03.2007 18:20
982 Postings!

Liebe Posting-Gemeinde! Diese lächerlichen 18 Meldungen werden wir doch auch noch schaffen, um die 1.000er-Schallmauer zu durchbrechen, oder? ;-)

aaronthebaron
06.03.2007 17:42
2 ebenen

ich denke es geht um 2 sehr unterschiedliche ebenen: inhaltlich stimmt es natürlich, dass der stark wachsende und viel zu billige flugverkehr ein gewaltiges umweltproblem, nicht zuletzt ein klimaproblem ist.

dass gerade pröll, der in seiner amtszeit einen desaströsen CO2 anstieg zu verantworten hat, jetzt mit guten ratschlägen daherkommt, ist schon eine chuzpe der besonderen art... vergleichbar vielleicht mit sima's "feinstaub ist deinstaub" in wien...

Fjodor Raskolnikov 
06.03.2007 16:58
Eines ist mir aber unklar...

Lauda meinte ja, daß es eine Benachteiligung unserer Fluglinien wäre, wenn sie Steuern für Kerosin zahlen müßten...

Wieso das ?
JEDE Fluglinie (egal aus welchen Land) wäre gleich benachteiligt, wenn sie hier tankt, oder ?

M.Honeybee
06.03.2007 17:20

was glauben sie, wer dann noch hier tankt? Oder die fliegen gleich alle nur mehr von Preßburg weg.

Fjodor Raskolnikov 
06.03.2007 17:37
@Honeybeee... Klar könnte das passieren...

... Aber das würde auch nicht österreichische Fluglinien benachteiligen, denn die könnten dann ja auch woanders tanken. Steuern nehmen wir dran eh keine ein.. Also was solls ?

Im Gegenteil, der Spritverbrauch in AT zählt ja auf die CO2-zertifikate... Es kam ja schon mal, daß deutsche Autotanktouristen uns so teuer kommen... Hier würden wir nochmals profitieren.

Jedenfalls könnten Laudaair und andere dann genauso im Ausland tanken... Also keine Benachteiligung.

M.Honeybee
06.03.2007 18:17
Ihr CO2-Trick gefällt mir :-)

Aber ich glaube, die Cabaret-Politiker hier denken bei dem Vorschlag primär an Zusatzeinahmen, die dann wegfallen würden, wenn alle im Ausland tanken/fliegen;-)

Nebeneffekt wäre: Ö. - speziell Wien - würde weiter isoliert (kaum billige Flüge hier, die Bahn ist .. naja..) hier ist´s wie zwischen den sieben Bergen;-)

Außerdem ist der Pröll-Vorschlag Blödsinn. Wenn dann Kurzstreckenflüge reduzieren, nicht Langstrecke. Lösung: Wenn ein TGV Wien-Salzburg in 1 h fährt, fallen viele Flüge weg und die CO2-Bilanz wird besser :-)

Fjodor Raskolnikov 
06.03.2007 16:57
Eines ist jedenfalls praktisch an der Debatte...

Heute ist in der gratis-Österreich auf Seite 4 unten zu lesen:
"Folgende Beispiele zeigen, um wie viel ein Ticket im Preis steigen muß, um /ALLE/ Umweltschäden austzgleichen: " "Wien-NewYork-Wien: 90€ - gleich viel CO2 wie ein Mittelklassewagen durchschnittlich in 2,5 Jahren"...
Das ist ja mal spannend...
90€ reichen für 2.5 Jahre Autofahren ? Also verursacht ein Durchschnittsauto eh nur Umweltschäden von 36€ p.a. ?
Damit wähle ich genau /NIE/ wieder Grün... Denn die schilderten ja scheinbar immer ein grob falsches Szenario...

Gsi Berger
06.03.2007 14:49
Ja, aber ...

Im Grunde hat Pröll schon recht,die FLiegerei ist zu billig. Es geht ja nicht ums Verbieten, aber ums "weniger".
Ich frage mich nur, warum er sich gerade auf "Fernreisen" konzentriert. Gerade die kurzen Flüge lassen sich leichter ersetzen und gerade die kurzen Flüge erzeugen die meisten Emissionen pro Kilometer.
Genau wie beim Autofahren, das immer noch den größten Brocken ausmacht: Auch da kann man die kurzen Fahrten am leichtesten ersetzen, und es ist sicher sinnvoll die Energie (sprich: Bemühungen) dort zu investieren, wo man bei gleichem Aufwand am meisten erreichen kann.

M.Honeybee
06.03.2007 16:00

Korrekt erkannt. Er will wohl den Ö-Tourismus fördern.. daher gegen Fernreisen. Wie eine 1000 Mark-Sperre.. dieser Pröll ist nicht mal mehr einen nassen Fetzen wert.

Sogar Erzkonservative schütteln den Kopf (kostet die VP paar % bei der nächsten Umfrage:-)

einfacherBeobachter
06.03.2007 13:50
Schuldzuweisungen haben keinen Sinn

Ob wir nun den Sündenbock im Flugverkehr, der Autoindustrie, den Amis, den Politikern, oder wo auch immer suchen, am Klimawandel ändert dass alles rein garnichts. Meiner Meinung nach gibt es für ein globales Problem auch nur eine globale Lösung ... da kann Österreich und auch die EU noch so viele Umweltschutzbestimmungen erlassen wie es will ... solange nicht die Mehrheit der Erdbevölkerung diese Bestimmungen auch einhält/mitträgt, wird sich das Klima weiter zum schlechteren verändern.

Zuerst bräuchte es eine globale Legislative und Exekutive und dann könnte man darüber nachdenken, was für Bestimmungen es bräuchte und wie man sie durchsetzen kann, um die Erderwärmung und andere Probleme zu lösen!

Gsi Berger
06.03.2007 13:59
Das ist aber eine schön bequeme Lösung,

wir machen es uns inzwischen einfach gemütlich und warten, bis die "globale Exekutive und Legislative" perkfekt ist. Dann müssen wir wenigstens 500 Jahre lang nichts tun und um Gottes willen nicht das eigene Verhalten einmal kritisch betrachten.

einfacherBeobachter
06.03.2007 14:08

Ja, man kann natürlich auch könnte natürlich auch fordern, dass einfach 8 mio Österreicher nicht mehr mit dem Flugzeug reisen ... aber was würde das am Klimawandel ändern? ... Auch wenn ich so umweltfreundlich leben würde wie irgendwie möglich, die Naturkatastrophen werden mich genauso treffen ... selbes trifft auf Österreich zu, auch wenn alle Österreicher plötzlich die Umweltfreundlichsten sind.

Gsi Berger
06.03.2007 14:42

Soll ja nicht heißen, dass andere nicht auch ihre Hausaufgaben machen sollen. Das müssen sie, einzelne und Organisationen.
Aber wenn immer alle warten, bis "die anderen" anfangen, wird sich nie irgendwo was ändern.

einfacherBeobachter
06.03.2007 14:59

Darin gebe ich dir vollkommen recht, man sollte mit gutem Beispiel vorrangehen, aber die meisten Menschen machen nicht einfach mit, nur weil jemand mit gutem Beispiel vorrangeht ... Sie brauchen Gesetze, Regel an die sie sich halten müssen und Strafen die sie fürchten müssen. Ich denke, dass nur so die breite Masse zum handeln gebracht werden kann und nicht durch ein gutgemeintes vorrangehen in die richtige Richtung.

Veritus
06.03.2007 12:55
Smarter Pröll

Wer so vorprescht muß sich die Frage gefallen lassen warum er als Priatperson eine Flugreise bucht ! Typisch Politiker: Wein trinken und Wasser predigen !
Na klar, wer als Minister mit dem Fahrrad fährt kommt ja nicht zum Fliegen....

torre di pisa
06.03.2007 12:55
statistik

wenn mann sich noch den CO2 Ausstoß pro Räder anschaut schaut die Grafik noch tragischer aus...

ittonips
06.03.2007 12:09
das Böse ist immer und überall

da war doch was... mit dieser verbotenen frucht die, ganz wunderbar in der mitte des gartens plaziert, tabu sein sollte.....für mich ein ganz typischer fall von Cäsarismus, hervorgerufen durch die zu lange duldung solcher wichtel von den massen.

leon spinx 
06.03.2007 12:03
Pension statt Urlaub

Am besten verreisen die Lohnsklaven gar nicht mehr. Da kommen sie eh nur auf blöde Ideen. Das gesparte Geld können sie dann ja dann bei einer Versicherung als private Pensionsvorsorge anlegen. Ob das Angesparte dann in zwanzig Jahren von Elsner II. veruntreut und verschleudert wird und man erst nichts mehr hat oder nicht, kann den Bonzen ja egal sein.

Mathias 
06.03.2007 11:09
Reduzierter Flugverkehr

Das wird die Politiker und Wirtschaftsbosse, sowie Manager und Vertreter kaum interessieren! Schließlich fliegt dieses Klientel täglich viele Kilometer quer über den Globus, mindestens aber durch Europa.

Wieviele EU-Parlamentarier fahren bzw. fliegen wöchentlich nach Brüssel und zurück in die Heimatländer? Wie oft reisen Manager quer durch Europa?

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