Analoges Fernseh-Signal in Teilen Vorarlbergs abgedreht

5. März 2007, 18:06
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ORF-Landesdirektor Wolfgang Burtscher drückte heute um 8.10 Uhr den roten Knopf: "Umstellung musste sein"

Um 8.10 Uhr hat Wolfgang Burtscher, Vorarlbergs ORF-Landesdirektor, den analogen Fernseh-Sender auf dem Pfänder bei Bregenz abgedreht. Vorarlberg ist das erste Bundesland, in dem nach 49 Jahren Analog-Fernsehen die Umstellung auf digitales Fernsehen durchgeführt wurde. In Teilen des Rheintals und im vorderen Bregenzerwald bleiben die Bildschirme von nun an schwarz, es sei denn, man besitzt eine DVB-T-Box.

Betroffen von der Umstellung sind laut einem Bericht von "ORF Radio Vorarlberg" Gemeinden im Bezirk Bregenz, etwa Bildstein, Bregenz, Buch, Eichenberg, Fußach, Gaißau, Hard, Höchst, Langenegg, Lauterach, Lingenau, Lochau und Riefensberg, sowie der gesamte Bezirk Dornbirn (Lustenau, Hohenems, Dornbirn), aber auch Kommunen des Bezirks Feldkirch, etwa Mäder, Meinigen und Altach. Nach ORF-Angaben können auch weitere Gemeinden betroffen sein.

"Die Umstellung musste sein"

Für viel Nostalgie sei kein Platz, man müsse in die Zukunft blicken, erklärte Landesdirektor Burtscher in einem Radiointerview Montag früh. "Die Umstellung musste sein", so Burtscher, der sich überzeugt zeigte, dass Vorarlberg "das sehr, sehr gut hinbekommen wird".

Die Umstellung sei problemlos verlaufen, bestätigte ORS-Sprecher Michael Weber der APA. Insgesamt haben in den betroffenen Gegenden Vorarlbergs 25 Prozent der Haushalte von analog-terrestrischem auf digitalen TV-Empfang umgestellt. Die Vorarlberger waren laut Weber gut informiert, es war ein historischer Augenblick, so Weber, der das Ländle als "digitale Speerspitze Österreichs" bezeichnete. (APA)

  • Erste DVB-T Umstellung in Vorarlberg beim Sender Pfänder in Bregenz.
    foto: ors/mohr reinhard

    Erste DVB-T Umstellung in Vorarlberg beim Sender Pfänder in Bregenz.

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