Proteste gegen Präsident Gusmao und UN-Truppen

    11. Februar 2008, 17:16
    3 Postings

    Tausende Rebellen- Anhänger demonstrierten in der Hauptstadt Dili - Australien riet Botschaftsmitglieder zur Ausreise - Eine Nachlese

    Dili - Tausende Rebellenanhänger haben Anfang März in Osttimor gegen einen Einsatz internationaler Truppen protestiert, der sich gegen ihren Anführer Alfredo Reinado richtete. Die Demonstranten warfen im Zentrum der Hauptstadt Dili Steine, setzen Autoreifen in Brand und riefen "Lang lebe Alfredo!". Sie beschimpften Staatspräsident José Alexandre ("Xanana") Gusmao, der den Einsatz gegen den flüchtigen Rebellenführer angeordnet hatte. UNO-Soldaten versuchten, die Menschenmenge auseinanderzutreiben.

    Überfall auf Polizeiwache

    Bei der Razzia unter der Führung australischer Einheiten wurden vier Menschen getötet, dem Rebellenchef gelang die Flucht. Gusmao hatte nach einem Überfall auf eine Polizeiwache im vergangenen Monat die Festnahme Reinados angeordnet. In Osttimor sind im Rahmen eines UNO-Mandats rund 1000 Polizeikräfte stationiert. Australien und Neuseeland haben zudem rund 900 Soldaten auf die Insel entsandt.

    Australien warnt vor neuer Gewalt

    Australien riet indessen den Angehörigen seiner Botschaftsmitglieder in Dilizur Abreise. "Die Sicherheitslage in Osttimor ist sehr unübersichtlich und das Risiko von Unruhen ist hoch", teilte Außenminister Alexander Downer mit. (APA/Reuters/Red, 7.3.2007)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      UN-Soldat in Dili.

    Share if you care.