Rund 20 Kilometer Stau nach Unfall auf Wiener Südosttangente

6. März 2007, 17:42
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Lkw rammte sieben stehende Autos - Lenker machte Versagen der Bremsen verantwortlich

Wien - Zu einem regelrechten Verkehrskollaps kam es Montag früh auf Grund eines Verkehrsunfalls auf der Wiener Südosttangente (A23). Nach einem Auffahrunfall im Bereich des Verteilerkreises Favoriten mussten sowohl der Verteilerkreis als auch die Abfahrt in Richtung Südautobahn gesperrt werden. In Folge bildete sich nach Angaben des ARBÖ durch den dichten Frühverkehr innerhalb von Minuten ein kilometerlanger Stau.

Gegen 7.00 Uhr reichte der Stau rund acht Kilometer bis zum Knoten Prater zurück. Bis zur Räumung der Unfallstelle gegen 8.30 Uhr kam es zu einer annähernden Verdopplung, die Fahrzeuge standen rund 15 Kilometer bis zum Stadlauer Tunnel. Ein ähnliches Bild bot sich auf der Ostautobahn (A4), wo sich die Kolonnen etwa vier Kilometer bis zur Ausfahrt Simmeringer Haide zurückstauten.

Das von der Polizei empfohlene Ausweichen über den Gürtel und über Favoriten konnte nur geringe Abhilfe schaffen. Auch hier kam der Verkehr zum Erliegen, erhebliche Verzögerungen waren die Folge. Das Gleiche galt für sämtliche Ausweichmöglichkeiten und umliegende Zufahrten zur Tangente. Erst gegen 9.15 Uhr hatten sich die Staus weitgehend gelöst.

10,5 Tonnen schwerer Lkw fuhr auf Autos auf

Die Unfallursache war zunächst nicht klar gewesen. Mittlerweile wurde der genaue Hergang des Unfalls auf der Auffahrtsrampe von der Tangente in Richtung Verteilerkreis bekannt. Gegen 6.15 Uhr konnte ein 62-jähriger Lkw-Lenker sein 10,5 Tonnen schweres Fahrzeug nicht mehr rechtzeitig zum Stillstand bringen und fuhr auf ein beinahe stehendes Auto vor ihm auf. In der Folge rammte er noch sechs weitere Pkw. Als Ursache wurde vom Lenker selbst ein Versagen der Bremsen angegeben. Dies konnte nach einer technischen Kontrolle des Lkw durch die Bundesanstalt für Verkehr nicht bestätigt werden. Ein Fahrfehler gelte als wahrscheinlich, so Major Johann Fiegl, Einsatzoffizier der Verkehrsabteilung der Wiener Polizei.

Abgesehen von den verkehrstechnischen Auswirkungen zog die Karambolage nur relativ glimpfliche Folgen nach sich. Insgesamt war von vier leicht verletzten Personen, die Prellungen und leicht Abschürfungen erlitten, die Rede. Ins Krankenhaus musste nach Angaben des ÖAMTC keiner der Verletzten eingeliefert werden. An materiellen Schäden wurden vier Total- sowie weitere Blechschäden angegeben. (APA)

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