Promis auf den VIP-Listen

5. März 2007, 14:49
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Die Wiener Galeristin Corinna Steiner fiel aus allen Wolken, als sie gefragt wurde, warum sie dort sei, wo sie war

Sich darauf zu verlassen, was Veranstalter in ihren Vorab-Meldungen in der Rubrik "fix zugesagt haben" auf und in Presseaussendungen schreiben, kann nach hinten losgehen. Nicht nur, weil das im Nachhinein dann oft nicht stimmt, sondern auch, weil mancher auf solchen Listen Geführte gar nichts davon weiß: Die Wiener Galeristin Corinna Steiner etwa fiel vergangenen Mittwoch aus allen Wolken als sie gefragt wurde, warum sei dort sei, wo sie war: Steiner stand in ihrer Galerie und begrüßte die Gäste einer Vernissage - und konnte sich auch nicht erklären, wieso und wie sie auf die Vorab-Gästeliste der zeitgleich im Palais Ferstel stattfindenden "Eros in der Kunst der Moderne"-Eröffnungsfeier gekommen war: "Ich habe die Einladung bekommen, aber nicht darauf geantwortet." Sie trage so etwas, betont Steiner, mit Fassung.

Andere sehen derlei aber mittlerweile mit weniger Humor: Wie sie dazu käme, ihren Namen quasi als Relevanz-Bestätiger neben denen der bei solchen Events "üblichen Verdächtigen" zu finden, fragte da neulich Teresa Auersperg "ziemlich sauer" und per E-Mail, nachdem sie ihren Namen auf der VIP-Liste eines zweitklassigen Sushiladens in mehreren Medien wiederfand: Im Vorjahr war Auersperg ständiger Gast etlicher Society-Veranstaltungen gewesen - und das auch nur, weil der Name halt pompöser klingt als "Susi Meier". Indes geht sie "kaum mehr auf derartige Events". Außerdem: "Es nervt, wenn man ganz normal arbeitet und einem manche Leute - manchmal mit einer Portion Neid - vorhalten, man treibe sich nur auf Partys herum. Ganz absurd wird es dann, wenn man sich für den Besuch von Veranstaltungen rechtfertigen muss, von denen man selbst erst aus der Zeitung erfahren hat." (Thomas Rottenberg, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.3.2007)

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