Werbeplakat von "Dolce e Gabbana" sorgt für Empörung

7. März 2007, 11:12
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Halbnackter Mann drückt mit Gewalt eine Frau zu Boden - Plakat nach Protesten zurückgezogen

Ein provokatives Werbeplakat der italienischen Modegruppe "Dolce e Gabbana" sorgt international für Empörung. Auf dem Plakat ist ein junger halbnackter Mann zu sehen, der mit Gewalt eine schwarz gekleidete Frau zu Boden drückt. Diese wehrt sich heftig, während weitere vier Männer regungslos zusehen. Die Werbung sorgte für scharfe Kritik in Italien und in Spanien.

Plakat zurückgezogen

Nach heftigen Protesten spanischer Frauenverbänden, nach denen die Werbung zu Gewalt gegen die Frauen aufhetze, wurde die italienische Modefirma gezwungen, das Plakat zurückzunehmen. "Wir werden das Werbeplakat zurückziehen, aber nur in Spanien, wo man ziemlich zurück geblieben ist. Was hat ein künstlerisches Foto mit Gewalt gegen Frauen zu tun? Ein Bild ist Kunst, wenn man sie in Frage stellt, müsste man den Louvre und einen Großteil der Museen der Welt schließen", wurde das Designerduo Stefano Dolce und Domenico Gabbana von spanischen Medien zitiert. Die Regierung in Madrid setzt sich seit Jahren mit Gesetzen und Maßnahmen für die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen in der Familie und am Arbeitsplatz ein.

"Aufhetzung zur kollektiven Vergewaltigung von Frauen"

Die Werbekampagne der Mailänder Modegruppe sorgte auch in Italien für einen Eklat. Die italienische Frauenministerin Barbara Pollastrini forderte in einem Brief, der von 13 Parlamentariern der Regierungs- und Oppositionsparteien unterzeichnet wurde, den Einsatz der Kommission zur Kontrolle der Werbung, damit die umstrittene Werbung zurückgenommen werde. Sie appellierte hinzu an die Sensibilität der beiden Designer, freiwillig auf die umstrittene Werbekampagne zu verzichten. "Diese Werbung ist eine Aufhetzung zur kollektiven Vergewaltigung von Frauen und muss gestoppt werden", hieß es im Schreiben. (APA)

  • Das Plakat musste nach heftigen Protesten zurückgezogen werden.
    foto: dolce e gabbana

    Das Plakat musste nach heftigen Protesten zurückgezogen werden.

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