Pilz: "Sie haben keine Chance mehr"

12. März 2007, 16:26
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Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag laut Pilz möglich - Für Deal "Airbus statt Eurofighter"

Graz - "Sie haben keine Chance mehr", gibt sich der Grünen- Vorsitzende des Eurofighter-Untersuchungsausschusses, Peter Pilz, siegesgewiss. Es werde alles auf den Tisch kommen. Sollten etwa Gernot und Erika Rumpold weiter über die brisanten Details schweigen, werde rasch eine mehrwöchige Beugehaft ein Thema werden. Vorerst bei Erika Rumpold. Er sei in "gutem Kontakt" zu den Gerichten und der Staatsanwaltschaft, sagte Pilz am Sonntag am Rande der Grünen-Bundestagung in Graz im Gespräch mit dem Standard. Rumpold werde "plaudern", glaubt Pilz.

Schon allein mit dem bisher erhobenen Material sei ein Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag möglich. Aber auch die Idee eines Deals werde weiterverfolgt. Pilz sagte, dass bereits Gespräche mit der AUA wegen eines "Gegengeschäftes" mit EADS im Laufen seien. EADS soll angeboten werden, wie Pilz vor einem Monat in einem Standard-Gespräch andeutete, statt der Eurofighter Airbus-Maschinen an die AUA, die diese Geräte benötigt, zu liefern. Sollte sich EADS weigern, werde die AUA eben bei einem EADS-Konkurrenten einkaufen.

Für Pilz steht "klipp und klar" fest, dass Österreich "Eurofighter frei" bleiben werde. Auch wenn einige Jets geliefert werden und ein paar Monate in Zeltweg stehen werden, "macht das nichts, dann schicken wir den Krempel einfach zurück". Es werde einen SPÖ-Grünen-FPÖ-Antrag zum Ausstieg geben. Pilz: "Wir werden der SPÖ keine Chance geben, ihr Wahlversprechen zu brechen." (Walter Müller/DER STANDARD, Printausgabe, 17.4.2000)

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