Jubel um achtstündige "Wallenstein"-Trilogie in Leipzig

4. März 2007, 18:41
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Bravos für Marathon-Inszenierung von Wolfgang Engel - Inszenierungen von Peter Stein in Berlin und Thomas Langhoff in Wien folgen

Leipzig - Jubel und Bravo-Rufe für "Wallenstein" in Leipzig: Die Premiere der achtstündigen Schiller-Trilogie in der Inszenierung des Schauspielhauses Leipzig ist am Samstagabend vom Publikum lange gefeiert worden. Der achtstündige "Feldzug durch Leipzig" führte an drei Orte: in eine ehemalige Baumwollspinnerei, ans Schauspielhaus und vor das Völkerschlachtdenkmal. Auf einer schwimmenden Bühne - "Wallensteins Lager" - rappten dort Jugendliche zusammen mit jungen Darstellern der Leipziger Bühne Schillers Verse. Bei Regen und Kälte verfolgten die rund 700 Premierengäste das Spektakel von der Treppe des Völkerschlachtdenkmals aus.

Das Schiller-Drama um Treue und Verrat, Liebe und Intrige spielt im 30-jährigen Krieg (1618-1648). Der Intendant des Leipziger Schauspielhauses, Wolfgang Engel, hat es neu inszeniert. Die Titelrolle spielt der 33-jährige Stefan Schießleder. Der legendäre Feldherr Wallenstein selbst war vor 375 Jahren in Leipzig: Am 1. November 1632 eroberte er die Stadt mit dem Heer von Kaiser Ferdinand II..

Schillers Trilogie erfreut sich derzeit höchster Beliebtheit. Am Wiener Burgtheater bereitet Thomas Langhoff eine Produktion vor, die ursprünglich von Andrea Breth inszeniert werden sollte. Die Premiere ist für Dezember geplant. Peter Steins Inszenierung mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle hat am 19. Mai in ehemaliger Fabrikhalle in Berlin-Neukölln Premiere. (APA/dpa)

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