Wirbel um neues EDV-System bei der Polizei

6. März 2007, 16:59
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Gewerkschaft: Sofort stoppen - "Ein einziger Rohrkrepierer"

Wien - Das neue Computersystem PAD bei der Polizei löst heftige Kritik bei der Gewerkschaft aus. Es sei "ein einziger Rohrkrepierer", sagte der Vorsitzende des Fachausschusses der Personalvertretung der Wiener Polizei, Harald Segall, am Sonntag in einer Aussendung. "Es hindert die PolizistInnen daran ihrer Aufgabe für die Sicherheit der Bevölkerung zu Sorgen nachzukommen."

"Gefahr für die Sicherheit der Bevölkerung"

Früher habe eine Anzeige rund zehn Minuten gedauert, mit dem neuen System betrage der Aufwand im Schnitt mehr als eine Stunde, so Segall: "Das neue EDV-System ist eine Gefahr für die Sicherheit der Bevölkerung." Das System sei derart kompliziert, dass selbst für die wenigen geschulten BeamtInnen die Aufnahme einer Anzeige zum beinahe unüberwindlichen Problem wurde.

Segall: "Die PolizistInnen sitzen seither fast nur mehr vor dem Computer statt sich vor Ort um die Sicherheit der Menschen zu kümmern. Dieses System muss sofort gestoppt und völlig neu konzipiert werden." Gleichzeitig forderte der Personalvertreter, dass Polizisten von der Verwaltungsarbeit befreit werden sollten. (APA)

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