Deutsche Telekom-Betriebsräte gegen Konzernumbau

13. März 2007, 10:10
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Verantwortlich für das Effizienzsteigerungsprogramm der Deutschen ist der Österreicher Georg Pölzl

Rund 300 Konzernbetriebsräte der Deutschen Telekom haben sich gegen einen Umbau des Unternehmens ausgesprochen. In einer Resolution vom Wochenende weisen sie die Pläne des Vorstands zum Verkauf von Beteiligungen, zu Standortschließungen und zum Stellenabbau zurück, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Sonntag mit. Die Belegschaftsvertreter forderten den Vorstand auf, die Beschäftigten nicht weiter in ihrer Existenz zu bedrohen und "endlich die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese ihre Produktivität entfalten können".

Pölzl

Verantwortlich für das Effizienzsteigerungsprogramm der Deutschen ist ein Österreicher: Georg Pölzl, der bis vor kurzem noch T-Mobile Austria-Chef war. Der Mobilfunker ist eine Tochter der Deutschen Telekom.

Märkte

Die Ziele des Managements hinsichtlich der Erschließung neuer und bestehender Märkte wurden unterdessen ausdrücklich begrüßt. Vor allem müsse der Service und der Vertrieb den Kundenanforderungen gerecht werden, hieß es weiter. In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" verteidigte Telekom-Chef René Obermann den eingeschlagenen Kurs. Zur Kostensenkung gebe es keine Alternative. Wenn die Strategie aufgehe, würden Arbeitsplätze sicherer und in einigen Bereichen sogar neue Jobs geschaffen, sagte er der Zeitung.

Null-Runde

Für Führungskräfte werde es in diesem Jahr bei den Gehältern eine Null-Runde geben, kündigte Obermann an. Und auch er wolle einen finanziellen Beitrag leisten. Mit dem eingesparten Geld könnten zum Beispiel einige zusätzliche Ausbildungsplätze bezahlt werden. (APA)

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