Neuer Anlauf für Friedensprozess

4. März 2007, 18:46
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Regierung und Rebellen wollen Abkommen unterzeichnen

Abidjan - In Cote d'Ivoire wollen Regierung und Rebellen den Friedensprozess wieder ankurbeln: Staatschef Laurent Gbagbo und Rebellenführer Guillaume Soro unterzeichnen am Sonntag ein Abkommen, in dem es um den künftigen Ministerpräsidenten geht. Gbagbo und Soro wollten sich - unter Vermittlung von Burkina Faso - darauf einigen, übereinstimmend einen Ministerpräsidenten für das westafrikanische Land zu benennen, hieß es am Samstag in Kreisen, die mit dem Vorgang vertraut waren. Ob damit der jetzige Regierungschef Charles Konan Banny aus dem Amt scheiden würde, war unklar.

Die beiden Parteien wollten sich auch darauf einigen, in den beiden wesentlichen Streitfragen voranzukommen, hieß es. Die Aufständischen fordern bislang, dass die Bevölkerung - in Hinblick auf künftige Wahlen - erfasst wird und dass ihre Kader in den Generalstab der künftigen ivorischen Armee eingegliedert werden. Präsident Gbagbo und Rebellenchef Soro wollten das Abkommen in der Hauptstadt von Burkina Faso unterzeichnen, in Ouagadougou. Der Staatschef des Nachbarlandes, Blaise Compaoré, hatte zuvor von einem "neuen Anlauf" für eine "endgültige Lösung" gesprochen.

Die Elfenbeinküste, eine ehemalige französische Kolonie, ist seit einem gescheiterten Putsch gegen Gbagbo im September 2002 in den von der Regierung beherrschten Süden und den von der Rebellengruppe Neue Kräfte (FN) kontrollierten Norden geteilt. Das französische Militär und Soldaten der Vereinten Nationen bewachen eine Pufferzone in der Landesmitte. (red/APA)

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