Rangers im Penaltyschießen siegreich

11. März 2007, 11:21
posten

Später Doppelschlag nach 0:2 rettete Jagr und Co. in Overtime - Pöck wieder im Kader - Buffalo siegte mit Vanek

New York - Die New York Rangers und ihr Kärntner Verteidiger Thomas Pöck haben sich am Samstag einen 3:2-Heimsieg über die St. Louis Blues nach Penalty-Schießen erkämpft und damit ihre nur noch geringe Chance auf einen Playoff-Platz in der National Hockey League (NHL) am Leben erhalten. Vor 18.200 Zuschauern im Madison Square Garden glichen die Rangers einen 0:2-Rückstand aus dem ersten Drittel durch einen Doppelschlag im Schlussabschnitt aus und behielten im "shootout" dank ihrer Offensiv-Stars Jaromir Jagr und Marcel Hossa die Oberhand.

Pöck war zum 27. Mal in seiner ersten vollen NHL-Saison im Kader der legendären "Blueshirts", die als elftbestes Eastern-Conference-Team bei 69 Punkten halten. Der 25-Jährige kam für Fedor Tjutin ins Team, der sich am Donnerstag gegen Pittsburgh verletzt hatte und drei bis vier Wochen pausieren muss. Und er wusste an diesem Tag in der Defensive voll zu überzeugen. In seinen 15:24 Minuten Einsatzzeit wirkte Pöck souverän, gewann wichtige Zweikämpfe, war bei keinem Gegentor auf dem Eis, schaltete sich oft in die Offensive ein und produzierte im Gegensatz zu einigen seiner Mannschaftskameraden keine unnötigen Fehlpässe.

Bis zum letzten Drittel merkte man überhaupt nichts davon, dass es für die Rangers eigentlich schon eine Playoff-Partie war. Mit Buh-Rufen und selbstironischen "We suck"-Sprechchören machten die New Yorker Fans ihrem Ärger über die matte Darbietung der Hausherren Luft. Erst als Rachunek (52.) im Powerplay nach Gegentoren von Boyes (2.) - Rangers-Goalie Valiquette sah dabei alles andere als gut aus - und Dvorak (18.) der Anschlusstreffer gelang, erwachte die wohl berühmteste Sportarena der Welt zum Leben. 2:53 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit bebte der Garden dann. Avery hatte zum 2:2 getroffen.

Nach der fünfminütigen, torlosen Verlängerung, die Pöck nur noch von der Bank aus verfolgte, fiel die Entscheidung im Penalty-Schießen. Nylander, Jagr und Hossa (den entscheidenden Versuch) trafen für die Rangers, nur Prucha vergab. Auf Seiten der im Finish eingebrochenen Blues scheiterten Boyes und Metropolit am unerfahrenen Rangers-Ersatz-Keeper Valiquette, der bei seinem ersten vollen NHL-Einsatz seit fast drei Jahren im Schlussdrittel zu Höchstform aufgelaufen war. Statt mit Beschimpfungen wie zu den ersten beiden Drittelpausen wurden die Rangers mit Standing Ovations verabschiedet.

Pöck, der Blues-Goalie Sanford dreimal mit Torschüssen prüfte, war nach der Partie verdientermaßen mit sich und dem Sieg zufrieden: "Heute hat alles gepasst, ich habe von Anfang an gut gespielt. Die Gegentore waren halt blöd. Eigentlich wie schon so oft in dieser Saison. Nur war heute der Unterschied, dass wir zurückgekommen sind." Der Österreicher in New York betonte außerdem: "Wir haben nicht aufgegeben, sondern gekämpft, waren zum Schluss überlegen und sind mit Toren belohnt worden. St. Louis wollte nur noch den Punkt retten. Im Penalty-Schießen kommt es immer auf die individuelle Klasse an. Mit Jagr und Hossa haben wir überragende Schützen."

Auch das Playoff hat Pöck noch nicht abgeschrieben: "Wir glauben auf jeden Fall alle noch daran, geben uns ganz sicher nicht auf. Jetzt haben wir noch 15 Partien, wenn wir davon elf oder zwölf gewinnen, sind wir sicher dabei."

Die Buffalo Sabres feierten mit Thomas Vanek einen 3:1-Sieg über die Toronto Maple Leafs und führen die NHL mit 93 Punkten unverändert vor den Nashville Predators (92) an. (APA)

  • Marcel Hossa versenkt seinen Penalty und beschert den Rangers den Sieg gegen die St. Louis Blues.

    Marcel Hossa versenkt seinen Penalty und beschert den Rangers den Sieg gegen die St. Louis Blues.

Share if you care.