Teamchef musste schlucken

29. März 2007, 14:22
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U20-WM: Gludovatz von der Auslosung nicht begeistert - ÖFB-Nachwuchskicker treffen in Gruppenphase auf Gastgeber Kanada, Kongo und Chile

Toronto - Das österreichische Fußball-Nationalteam trifft bei der Fußball-U20-WM in Kanada (30. Juni bis 22. Juni) in Gruppe A auf das Gastgeber-Team, Kongo und Chile. Dies ergab die Auslosung am Samstag in Toronto.

Gespielt wird in Edmonton, Montreal, Burnaby, Ottawa, Victoria und Toronto, wo auch das Finale über die Bühne geht. 24 Mannschaften kämpfen in sechs Gruppen um den Aufstieg ins Achtelfinale, die beiden jeweiligen Top-Teams sowie die vier besten Gruppen-Dritten kommen weiter.

Gludovatz musste schwer schlucken

Österreichs Gruppengegner Kanada, Kongo und Chile sind laut ÖFB-Teamchef Paul Gludovatz nur vom Namen her keine großen Kaliber, in Wahrheit aber sehr starke Teams. "Das ist ein Brocken, den wir erst schlucken müssen. Unser Ziel, ins Achtelfinale zu kommen, ist ungleich schwerer geworden", sagte der Burgenländer.

"Kanada hat den Heimvorteil und viele Spieler, die bei europäischen Klubs spielen. Von jemanden, der Kongo in der Afrika-Qualifikation gesehen hat, habe ich gehört, dass diese Mannschaft praktisch unschlagbar ist. Und Chile ist für mich mit Brasilien und Argentinien gleichzustellen und zählt zum absoluten Favoritenkreis", meinte der Teamchef.

Mangelnde Vorbereitung

Kopfzerbrechen bereiten dem Teamchef nicht nur die Gruppen-Kontrahenten, sondern auch die Vorbereitung. "Portugal zum Beispiel absolviert vor der WM vier Trainingslehrgänge und drei Turniere, ich habe davor nur ein Länderspiel in Schottland", meinte der Coach, der gemeinsam mit U20-Teammanager Walter Konir bis Dienstag in Kanada bezüglich Quartierwahl unterwegs ist und noch einen Testspiel-Gegner für die unmittelbare Turniervorbereitung (eventuell Neuseeland oder Mexiko) sucht.

Unglücklich ist Gludovatz auch über die Spielansetzungen. Am 2. Juli gegen Kongo und am 5. Juli gegen Kanada spielen die ÖFB-Jungkicker in Edmonton, danach treten sie eine zumindest vierstündige Flugreise nach Toronto an, wo am 8. Juli gegen Chile im derzeit noch in Bau befindlichen Final-Stadion im Gegensatz zu Edmonton auf Kunstrasen gespielt wird.

Trotz aller Probleme hat Gludovatz das große ÖFB-Ziel aber nicht aus den Augen verloren. "Wir wollen weiter das Achtelfinale erreichen, aber die Aufgabe ist nun noch schwieriger, als ich sie ohnehin schon erwartet habe."

Das Turnier geht mit 24 Teilnehmern in den sechs Spielorten Victoria, Burnaby, Edmonton, Toronto, Ottawa und Montreal über die Bühne. Die besten zwei Teams der sechs Vierer-Gruppen sowie die vier besten Gruppen-Dritten qualifizieren sich für das Achtelfinale. (APA)

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