China rechnet mit Anstieg der Treibhaus-Emissionen bis 2030

3. März 2007, 19:35
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Vizepräsident des Volkskongresses: Westliche Staaten verlagerten energieintensive Industrie nach China

Berlin - China rechnet mit einem weiteren Anstieg des Ausstoßes von Treibhausgasen im Land bis 2030. Erst dann könne es gelingen, die Emissionen zu senken, sagte der Vizepräsident des Volkskongresses Lu Yonxiang dem "Tagesspiegel am Sonntag".

Chinas Regierung habe zwar erkannt, "dass wir uns nicht wie die alten Industrieländer zunächst entwickeln und dann erst die ökologischen Folgen bekämpfen können", sagte Lu, der auch Präsident der chinesischen Akademie der Wissenschaften ist. Deswegen verschärfe sie nun die Energieverbrauchsstandards für Produkte und Industrieanlagen. Im Verhältnis zur wachsenden Wirtschaftsleistung werde der Energieeinsatz schon ab heuer zurückgehen.

Aber noch sei der Energieverbrauch pro Kopf in China vergleichsweise gering, und die Infrastruktur müsse weiter ausgebaut werden, sagte Lu. Zudem hätten westliche Staaten einen Teil ihrer energieintensiven Industrie nach China verlagert: "Auch deshalb steigen hier die Emissionen." (APA/AP)

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