Proteste in Pristina gegen Ahtisaari-Vorschlag

12. März 2007, 11:05
42 Postings

Protestmarsch durch das Stadtzentrum - Aktion verlief zunächst ruhig

Pristina/Belgrad - In Pristina haben erneut Proteste der nationalistischen Organisation "Vetevendosja" (Selbstbestimmung) gegen den Vorschlag von UNO-Chefverhandler Martti Ahtisaari zum künftigen Status des Kosovo begonnen. Mehr als 1.500 Demonstranten fanden sich am Samstag kurz nach 14.00 Uhr vor dem Sitz der Organisation ein, um an dem Protestmarsch durch das Stadtzentrum teilzunehmen. Die Aktion verlief zunächst nach Angaben der Kosovapress ruhig.

Bei dem Protestmarsch wurde immer wieder der Name der im Sommer 1999 aufgelösten albanischen "Befreiungsarmee des Kosovo" (UCK) gerufen. Die Demonstranten wandten sich zudem gegen die von der UNO-geführten Verhandlungen über den künftigen Status des Kosovo und die UNO-Mission. "Verhandlungen - Nein", "Nieder mit der UNMIK", hieß es immer wieder.

Freilassung von Vetevendosja-Führer verlangt

Die etwa 2.000 Demonstranten forderten zudem auch die Freilassung von "Vetevendosja"-Chef Albin Kurti. Er war nach einer Kundgebung der Organisation am 10. Februar festgenommen worden, bei der im Zuge von Zusammenstößen mit der UNO-Polizei zwei Menschen getötet und 70 verletzt worden waren.

Kurze Spannung herrschte am Samstag nur in der Nähe des UNMIK-Sitzes, wo ein Polizeiaufgebot die Demonstranten zuerst kurz daran hinderte, ihren Protestmarsch fortzusetzen. Nach etwa zehn Minuten durften sie jedoch weitermarschieren, wie Medien berichten. (APA)

Share if you care.