Empfehlungsliste der Erste Bank

6. März 2007, 19:50
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Diese Empfehlungen geben die Analysten der Erste Bank zu den heimischen Aktien am 2. März 2007

Mayr-Melnhof
Das Unternehmen weist nachhaltig ausgezeichnete und qualitativ hochwertige Ergebnisse auf. Weitere Akquisitionen wie in Russland und Tunesien und die Durchsetzung von Preiserhöhungen sollten für einen guten Ergebnistrend in 2007 sorgen. Insgesamt ein Wert mit einem weiterhin vorhandenen Bewertungsabschlag zu den Peers und einem höheren Zielwert gem. einer DCF-Bewertung. Aus Sicht der Analysten eine ausgezeichnete defensive Depotbeimischung und zudem ein Profiteur des etwas tieferen Ölpreises. Zusätzlich sorgen Aktienrückkäufe und eine mögliche Bonusdividende für Fantasie. Kursziel: 170 Euro.

EVN
EVN weist durch ihre geografische Expansion nach Zentral- und Osteuropa eine gute Ergebnisdynamik auf. Neben der geographischen Diversifizierung und dem Multi Utility-Ansatz (Wasser und Abfall) gefällt den Analysten der 12,5%-Anteil am Verbund, der einen hohen Wertbeitrag für die EVN-Aktie liefert. Mit den at-equity konsolidierten Unternehmen, die mit dem 1,5-fachen Buchwert berücksichtigt werden, ergibt sich ein weiterer wesentlicher Wertbeitrag. Kurzfristig ist das Ergebnis durch den sehr milden Winter 2006/07 belastet, was zu Kursrückgängen geführt hat. Kursziel 105 Euro.

S&T
Das österreichische IT-Dienstleistungsunternehmen bietet eine breite regionale Abdeckung. Das Unternehmen weist im Vergleich zur Peer Group noch einen leichten Abschlag auf. Eine zuletzt getätigte Großakquisition sorgt für zusätzliche Fantasie, erhöht die Marktpräsenz in den CEE-Ländern und bringt einen positiven Ergebniseffekt. Die vorläufigen Ergebnisse 2006 lagen über den Erwartungen der Erste Bank-Analysten. Zusätzlich dürfte die Branche insgesamt durch das hohe Gewinnwachstum im Fokus der Investoren stehen. Kursziel 52 Euro.

Wiener Städtische
Österreichs größter Versicherungskonzern setzt auf die Expansion in CEE. Mehr als ein Drittel des Prämienvolumens wird bereits in dieser Region verdient. In Rumänien ist das Unternehmen die Nummer 1, in Tschechien, der Slowakei und Bulgarien belegt man den 2. Marktrang. Insgesamt nennt das Unternehmen 17 Mio. Kunden in 17 Ländern sein eigen. Der CEE-Raum bietet neben dem im Vergleich zu Westeuropa geringeren BIP auch noch im Bereich der Versicherungsdichte hohes Wachstumspotenzial. Die zuletzt berichteten vorläufigen Zahlen lagen im Rahmen der Erwartungen. Kursziel: 64 Euro.

Intercell
Intercell ist das erste Biotech-Unternehmen, das an der Wiener Börse gelistet ist, und ist auf die Entwicklung von therapeutischen und profilaktischen Impfstoffen spezialisiert. Obwohl das Unternehmen noch keine Produkte am Markt eingeführt hat, bietet der Impfstoffmarkt ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Hauptentwicklungsprojekte sind ein profilaktischer Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis und ein therapeutischer Wirkstoff gegen Hepatitis C. Zahlreiche weitere Projekte sind in der Pipeline oder über Kooperationspartner schon in klinischen Tests. Kursziel in Überarbeitung.

Verbundgesellschaft
Der Verbund profitiert prinzipiell von den relativ hohen Großhandelspreisen für Strom. Zuletzt sind diese Großhandelspreise allerdings etwas unter Druck gekommen, weshalb auch die Aktie negativ reagiert hat. Zusätzlich ist das Q4/2006-Ergebnis witterungsbedingt schwach ausfallen. Profitieren wird das Unternehmen in Zukunft hingegen von den Beteiligungen in Italien und Frankreich. Langfristig bietet ds aktuelle Kursniveau eine exzellente Einstiegsgelegenheit. Kursziel: 46 Euro.

Andritz
Die Andritz-Gruppe ist einer der weltweit führenden Lieferanten von kundenindividuellen Anlagen, Systemen und Dienstleistungen für die Zellstoff- und Papierindustrie, die Stahlindustrie, die Fest- /Flüssigtrennung, zur Produktion von Futtermitteln sowie für die Wasserkraftindustrie. Aufgrund der Fokussierung auf stark wachsende Volkswirtschaften (China, Indien, Brasilien) erwarten die Analysten der Erste Bank auch von Andritz überdurchschnittliches Wachstum in den kommenden Jahren. Das Kursziel ist in Überarbeitung.

Wolford
Wolford hat aus Sicht der Analysten den Turnaround nachhaltig geschafft. Das Unternehmen weist aktuell von Quartal zu Quartal deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen auf. Die positive konjunkturelle Lage begünstigt den Geschäftsausblick zusätzlich. Wolford möchte die Anzahl ihrer Boutiquen weiter ausbauen. Die Analysten erwarten einen konstant positiven Newsflow und eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen in 2007. Obwohl Wolford ihren Ausblick zuletzt nach oben revidiert hat, halten die Analysten diesen nach wie vor für deutlich zu konservativ. Kursziel auf Sicht von 12 Monaten: 42 Euro.

Palfinger
Palfinger ist Weltmarktführer bei Knickarmkranen und weist auch insgesamt eine starke Positionierung in einem schnell wachsenden Markt auf. Die makroökonomischen Parameter deuten auf ein vielversprechendes Geschäftsjahr 2007 hin. Zusätzliche Turnaround-Phantasie besteht in der Hydraulik-Sparte. Die Aktie weist eine nach wie vor bestehende Unterbewertung im Vergleich zum Hauptkonkurrenten CargoTec auf. Kursziel auf Sicht von 12 Monaten: 138 Euro.

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