RZB-Marktausblick: Weiter Empfehlung "Verkauf"

6. März 2007, 19:50
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Ein Kommentar von Raiffeisen Research

USA

Die Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt und deutlich schwächer als erwatet ausgefallene Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA dienten zuletzt als Auslöser für einen weltweiten Abverkauf an den Aktienbörsen. Es ist zu erwarten, dass die Marktteilnehmer entsprechend aufgerüttelt wurden und vielleicht künftig etwas kritischer die konjunkturelle Lage sowie die Gewinnsituation der Unternehmen in den kommenden Quartalen begutachten. Mit BIP-Wachstumsraten deutlich unter Potenzial und Gewinnwachstumserwartungen im niedrigen bzw. mittleren einstelligen Bereich ist da schon eine massive Abschwächung der Dynamik gegenüber den Vorjahren zu bemerken. Wir glauben jedenfalls weiterhin, dass das veränderte Umfeld noch nicht zur Gänze in die Kurse eingepreist ist und weitere Kursrückgänge drohen.

Europa

Während vor knapp einer Woche angesichts neuer Höchststände noch alles eitel Wonne schien, ist die Stimmung innerhalb kürzester Zeit gekippt. Nach den Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt und der Rede von A. Greenspan ("USA könnte in eine Rezession schlittern"), wurde die Korrektur noch durch schwache US-Konjunkturdaten beschleunigt. Besonders betroffen waren vor allem jene Sektoren, die den Markt in den letzten Monaten nach oben geführt haben. War dies das reinigende Gewitter und steht somit der Weg für neuerliche Kursanstiege wieder offen? Auch wenn sich die europäische Wirtschaft weiterhin auf Bergfahrt befindet, wird das Geschehen an den europäischen Börsen in den nächsten Wochen von den zur Veröffentlichung anstehenden US-Konjunkturdaten geprägt bleiben. Wir glauben nicht, dass es sich um eine Ein-Wochen-Korrektur handelt und bleiben bei unserer "Verkauf"-Empfehlung.

Japan

Der im Zuge der globalen Aktienmarktschwäche aufwertende JPY war neben den aufkeimenden Wachstumsängsten einer der Mitgründe warum letztendlich auch der Nikkei 225 auf seinen Jahrestiefstand purzelte. Wir glauben, dass dieses Thema den japanischen Aktienmarkt noch weiter belasten wird. Verkauf.

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