Bessere Diagnose von Hörschäden

2. März 2007, 15:33
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Präzisere Messmethode: Ein neues Gerät ist 1000 Mal empfindlicher als gängige Interferometer - In Tübingen entwickelt

Tübingen - Eine neue Messmethode soll die Diagnose von Hörschäden deutlich verbessern. Das Verfahren kann etwa bei kleinen Kindern, bei denen etablierte Techniken bisher nicht ausreichten, die Hörschwelle objektiv messen. Für Erwachsene erwarten die Forscher besonders im Hochtonbereich eine präzisere Abschätzung der Schwelle. In den Industrieländern ist etwa jeder siebente Mensch schwerhörig. Bisher fehlten Diagnostikinstrumente für die präzise Lokalisation des Schadens in der Hörschnecke.

Laserinterferometer

Wissenschafter der Universitätsklinik Tübingen haben nun ein Verfahren entwickelt, das die mechanischen Signale aus der Hörschnecke direkt am Trommelfell misst und entschlüsselt. Möglich wird dies durch ein Laserinterferometer, das der Uniklinik zufolge Schwingungen von weniger als einem Pikometer auflösen kann einem Hundertstel des Durchmessers eines Wasserstoffatoms. Damit ist das Gerät etwa 1.000 Mal empfindlicher als die bisher kommerziell erhältlichen Interferometer. (APA/AP)

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