Schmerzmittel erhöhen Risiko für Bluthochdruck

12. Juli 2007, 16:23
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Zusammenhang nun auch bei Männern nachgewiesen - Mehr als 16.000 Berufstätige untersucht - Mediziner mahnen zur Zurückhaltung bei der Einnahme

Chicago - Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Paracetamol erhöhen das Risiko für Bluthochdruck. Nachdem kürzlich zwei Studien bereits darauf hingedeutet hatten, dass die Einnahme solcher Arzneimittel bei Frauen die Neigung zu Hypertonie erhöht, bestätigt eine Untersuchung der Universität Harvard dieses Resultat nun auch für Männer.

Deutlich höheres Risiko

Die Forscher untersuchten mehr als 16.000 berufstätige Männer mit einem Durchschnittsalter von knapp 65 Jahren, die zunächst keinen Bluthochdruck hatten. In den folgenden vier Jahren entwickelten fast 2.000 Teilnehmer Hypertonie. Jene Männer, die an sechs bis sieben Tagen pro Woche Paracetamol einnahmen, hatten ein um 34 Prozent höheres Erkrankungsrisiko als andere Teilnehmer. Die häufige Einnahme von nicht-steroidalen Entzündungshemmern wie Ibuprofen oder Naproxen erhöhte das Risiko um 38 Prozent, der Konsum von Aspirin um 26 Prozent.

Die Mediziner vermuten in der Zeitschrift "Archives of Internal Medicine", dass die Schmerzmittel die Wirkung von Stoffen hemmen, die zur Entspannung der Blutgefäße beitragen und den Blutdruck senken. Sie empfehlen, diese Mittel mit größerer Zurückhaltung zu verwenden. (APA/AP)

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