Schmerzmittel können Barrett-Patienten vor Krebs schützen

9. März 2007, 16:36
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Hemmung chronischer Entzündungsreaktionen vermutet

New York - Der so genannte Barrett-Ösophagus, die schwerste Form der gastroösophagealen Refluxkrankheit, gilt als Risikofaktor für Speiseröhrenkrebs. Zwar entwickelt nur eine Minderheit der Barrett-Patienten die Tumorerkrankung. Angesichts der schlechten Prognose von Speiseröhrenkrebs sollten sie sich aber in regelmäßigen Abständen untersuchen lassen. US-Forscher entdeckten nun, dass Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure Menschen mit der aggressivsten Form der Barrett-Speiseröhre vor der Krebserkrankung schützen.

In der Studie lag das Krebsrisiko bei diesen Patienten im zehnjährigen Untersuchungszeitraum bei 30 Prozent, wenn sie solche Schmerzmittel nahmen. Teilnehmer mit der aggressiven Barrett-Form, die keine solchen Mittel nahmen, hatten dagegen ein Tumorrisiko von 79 Prozent, wie die Online-Zeitschrift "PLoS Medicine" berichtet. Vermutlich hemmen die Medikamente chronische Entzündungsreaktionen, die an der Krebsentstehung beteiligt sind. (APA/AP)

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