Zwei ÖSV-Erfolge in der Superkombi

9. März 2007, 14:19
18 Postings

Marlies Schild gewann mit dem dritten Platz in Tarvis kleines Kristall, Nici Hosp gewann den Bewerb vor Julia Mancuso

Platz drei in der Weltcup-Superkombination in Tarvis hat am Freitag für Marlies Schild nach dem Gewinn der Slalom-Kristallkugel auch für den Sieg in der Kombination-Gesamtwertung gereicht. Nicole Hosp gelang mit ihrem ersten Super-Kombi-Sieg der 300. Weltcuperfolg für die ÖSV-Damen. Überschattet wurde das Rennen von schweren Stürzen von Kathrin Zettel und Anna Fenninger. Der Kampf um den Gesamtweltcup blieb auch nach dem Startverzicht von Renate Götschl spannend.

Begonnen hatte das Rennwochenende in Tarvis, erstmals Austragungsort von Weltcuprennen, mit Zittern für die Organisatoren. Bis 10:30 Uhr - der ursprünglich angesetzten Startzeit - regnete es heftig. Doch mit 75 Minuten Verspätung und bei strahlendem Sonnenschein wurde die Abfahrt der dritten und letzten Super-Kombination in dieser Saison dann doch gestartet.

Grundlage Abfahrt

Schild hatte den Gewinn ihrer zweiten Kristallkugel bereits in der Abfahrt perfekt vorbereitet. Mit nur 0,10 Sek. Rückstand auf Anja Pärson und nur 0,06 Sek. auf Julia Mancuso lag sie an dritter Stelle. "Das war meine bisher beste Abfahrtsleistung", freute sich Schild, die vom knappen Rückstand auf ihre schärfsten Konkurrentinnen überrascht war. Schild freute sich über ihre bereits zweite Disziplinen-Kugel, ärgerte sich aber gleichzeitig ein bisschen über ihre Vorstellung im Slalom: "Es ist nichts weitergegangen."

Weniger zufrieden nach der Abfahrt hatte sich Hosp gezeigt, die mit 1,27 Sek. nur auf Rang 19 lag. Im Slalom drehte die Bichlbacherin allerdings auf und nutze ihre gute Startnummer, um sich mit Bestzeit noch an die erste Stelle zu setzen. Platz zwei belegte Mancuso, die von Knieschmerzen geplagte Pärson wurde Vierte.

Siegerin dachte an Kolleginnen

"Damit hätte ich nicht mehr gerechnet", meinte Hosp. "Ich habe die Piste gut ausgenutzt und bin einen guten Slalom gefahren", freute sich die Tirolerin, der Glückwünsche für die schwer gestürzten Teamkolleginnen aber wichtiger waren als Gedanken an den Gesamtweltcup. "Damit beschäftige ich mich heute nicht."

Aber wohl schon in nächster Zukunft. Denn im Kampf um die große Kugel wird es immer spannender. Schild hält nun bei 1.112 Punkten und liegt 23 Zähler vor Hosp. Mancuso (1.039) und Renate Götschl (1.019), die wegen ihres Trainingssturzes am Freitag und der absehbaren Verschiebungen auf die Teilnahme an der Kombi verzichtete, haben bei der Abfahrt am Samstag und dem Super G am Sonntag die Chance, wieder aufzuholen.

Michaela Kirchgasser, die sich noch vor dem Rennen berechtigte Hoffnungen auf das Erringen der Kombi-Kristallkugel gemacht hatte, musste sich mit Rang sieben begnügen. "Ich wollte zu viel, das ist in die Hose gegangen", meinte die Salzburgerin.

Zettel verletzt

Zettel erlitt bei ihrem schweren Sturz beim Zielsprung einen Bruch des Schienbeinkopfes und einen Nasenbeinbruch. Fenninger stürzte exakt an der selben Stelle, kam jedoch mit einer Schuhrandprellung davon. Sie ist eine der ÖSV-Medaillen-Hoffnungen bei der kommenden Junioren-WM in Salzburg. (APA/red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Marlies Schild war von ihrer starken Leistung in der Abfahrt selbst etwas überrascht.

Share if you care.