Rath profitiert vom Aufwärtstrend am Feuerfestmarkt

20. März 2007, 10:48
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Außordentliche Faktoren ließen Vorsteuergewinn auf Rekordhöhe klettern - EGT stagnierte 2006

Wien - Dank des anhaltenden Aufwärtstrends am Markt für Feuerfestprodukte hat die börsenotierte Rath AG im abgelaufenen Jahr den EGT-Gewinn halten und das Vorsteuerergebnis infolge außerordentlicher Faktoren auf Rekordhöhe steigern können.

Bei einem Umsatzplus von 12 Prozent auf 84,6 Mio. Euro stagnierte zwar das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) bei 4,0 (4,1) Mio. Euro. Wegen des Verkaufs von Randaktivitäten legte das Ergebnis vor Steuern jedoch - durch einen ao. Effekt in Höhe von 2,5 Mio. Euro - auf rund 6,5 Mio. Euro zu. Dies entspreche einem Gewinn von 7,8 Prozent des Umsatzes und bedeute für die Rath-Gruppe ein Rekordergebnis, erklärt das Unternehmen in dem nun vorliegenden Bericht zum 4. Quartal und zum Gesamtjahr 2006. Der operative Cash-Flow legte nach ebenfalls vorläufigen Daten auf 8,0 (7,1) Mio. Euro zu. Der Mitarbeiterstand wuchs per Ultimo von 579 auf 597.

Der sich bereits Ende 2005 abzeichnende Aufwärtstrend am Feuerfest-Markt habe 2006 unvermindert angehalten und dürfte sich 2007 weiter fortsetzen, so das Unternehmen. Speziell im wichtigsten Markt Deutschland würden über mehrere Jahre aufgeschobene Investitionsprojekte nun endlich realisiert. Der sich allmählich lösende Investitionsstau in den wesentlichen Industrieregionen Nord- und Westeuropas führe zusammen mit der nach wie vor starken Nachfrage aus Osteuropa zu einer deutlichen Belebung des Auftragseingangs.

Steigende Nachfrage erwartet

Für 2007 erwartet Rath eine weiter steigende Nachfrage, speziell für feuerfeste Dämmstoffe, mit denen sich erhebliche Energieeinsparungen bei Hochtemperaturprozessen etwa in der Eisen- und Stahl-, Glas-, Keramik- und Chemieindustrie erzielen ließen. Auf Grund der gestiegenen Energiepreise steige auch der Absatz an Anlagen zur alternativen Energieerzeugung, für die Rath die Ausmauerungen liefert, sodass auch in diesem Bereich mit einem anhaltend starken Wachstum gerechnet werden könne.

Trotz der 2006 erfolgten Bereinigung von Randaktivitäten rechnet Rath im Ausblick auch 2007 mit einem insgesamt deutlichen Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. "Wir gehen von einer sukzessiven Verbesserung des ordentlichen Ergebnisses aus", heißt es. Das primär marktbedingte rasante Wachstum der Rath-Gruppe werde durch die 2006 eingeleiteten und bis zur Jahresmitte 2007 abgeschlossenen Maßnahmen zur Kapazitätssteigerung unterstützt.

Im Kalenderjahr 2006 stieg der Rath-Aktienkurs von 17,70 auf 17,54 Euro, nach noch 11,70 Euro Ende 2004. Gestern, Donnerstag, notierten die Rath-Titel an der Wiener Börse unverändert mit 21,01 Euro. (APA)

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